Ein Feuer „bedroht” gleich zwei Weihnachtsmärkte

Von: Peter Langohr
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Aachen. Das ist ein schwerer Schlag für die Interessengemeinschaft Eilendorfer Vereine: Am vergangenen Montagabend verbrannten auf ihrem offenen Lagerplatz zwischen der Weißen Schule und der Pfarrkirche St. Severin sämtliche 34 Holzbuden des Eilendorfer Weihnachtsmarktes.

Wie Kathy Herms, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Eilendorfer Vereine berichtet, spricht nach Angaben der Polizei und der Feuerwehr vieles für Brandstiftung, womöglich mit dem Zusatz fahrlässig.

Für sachdienliche Hinweise will die IG eine Belohnung aussetzen, sie schätzt jedoch die Chancen auf Aufklärung des Sachverhalts als eher gering ein.

Schwacher Trost für die IG Eilendorfer Vereine: Insgesamt gesehen ist der Brand glimpflich abgelaufen. Kurz nach Ausbruch schlugen die Flammen bereits meterhoch bis über das Dach der kaum fünf Meter entfernten Weißen Schule hinaus.

Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt noch jemand in dem Gebäude, der umgehend die Feuerwehr alarmierte, die bereits wenige Minuten später eintraf.

Dem frühzeitigen Eingreifen der Löschkräfte ist es zu verdanken, dass die Weiße Schule, die in ihren Räumen die Pfarrbücherei von St. Severin und die Eilendorfer Heimatstube beherbergt, bis auf drei zerborstene Fensterscheiben im Erdgeschoss ohne Beschädigungen davonkam.

„Zur Not in Zelten”

Für die IG Eilendorfer Vereine tut sich nun ein Riesenproblem auf: Neben dem materiellen Schaden, den die Polizei mit etwa 20.000 Euro beziffert, fehlen nun die Buden für den Eilendorfer Weihnachtsmarkt. Der soll in diesem Jahr seine 21. Auflage erleben.

Kathy Herms versichert jedoch: „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um unseren Weihnachtsmarkt in irgendeiner Weise über die Bühne gehen zu lassen, zur Not in Zelten.”

Ausfallen lassen möchte man den Markt keinesfalls, alleine aus der Gewissheit heraus, wie schwer ein Anknüpfen im nächsten Jahr sein würde.

Als Minimallösung wäre für die IG vorstellbar, den Weihnachtsmarkt an wenigstens einem Adventswochenende rund um das Pfarrheim stattfinden zu lassen, in jedem Fall mit dem Kinderkarussell.

Betroffen ist aber auch der Brander Weihnachtsmarkt. Dorthin wurden die am Montag verbrannten Buden bislang vermietet, wenn der Eilendorfer Weihnachtsmarkt, der traditionell an den beiden ersten Adventswochenenden stattfindet, zu Ende war.

Besonders dankbar ist Kathy Herms für die Hilfsbereitschaft, die der IG in den letzten Tagen entgegen gebracht wurde. Das um so mehr, als der Schaden auf dem offenen Lagerplatz nicht versichert war und die IG nun auf Spenden angewiesen ist.
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