Aachen - Ein Festival ganz im Zeichen der „Vier”

Ein Festival ganz im Zeichen der „Vier”

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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„Ist das schön hier:” Gundi, Frontfrau der Band Naked Noise, hat Spaß beim Auftakt zum September Special auf dem Münsterplatz. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Vier gewinnt!” Organisatorin Yvonne Jungen hat ein Motto für das September Special 2010 gefunden, das treffender nicht sein könnte. Denn die diesjährige Ausgabe des Straßen- und Musikfestivals in der Aachener Altstadt steht ganz im Zeichen der Ziffer „Vier”.

„Es ist das vierte September Special, es dauert vier Tage und auf den vier Bühnen rund um Dom und Rathaus sind mehr als 40 Auftritte geplant”, zählte Jungen Donnerstagabend zur Eröffnung des Festivals, das von Stadt Aachen und dem Märkte und Aktionskreis City (MAC) organisiert wird, auf.

Den Auftakt bestritten das Trio Vilons Barbares im Hof, die Frauentruppe Ganes auf dem Markt, die Big Band der Sparkasse Aachen auf dem Katschhof sowie die Band Naked Noise auf dem Münsterplatz.

Bei gefühlten 14 Grad

Die „nackten Geräusche” kommen zwar als fünfköpfige Truppe daher, aber auch bei ihrem Auftritt fanden die vielen Zuschauer, die teils gezielt, teils zufällig den Weg zur Bühne im Schatten des Domes gefunden hatten, einen Bezug zur ominösen Ziffer „Vier”.

Denn die Aachener Band musste bei optimistisch gefühlten 14 Grad die Zuschauer und auch sich selbst erstmal ein wenig warm spielen. Das gelang mit ihrer Mischung aus Alternative- und Melodic-Rock allerdings recht flott. Denn Sängerin Gundi unterhielt die Fans vor der Bühne nicht nur mit ihrer schönen Stimme, sondern sie forderte sie gleich zu Beginn ihrer Show zu einem besonderen Aufwärmprogramm auf.

„Oh, ist das schön hier in Aachen”, rief sie nach der ersten Nummer, um sofort ihren Fotoapparat zu zücken. „Auf drei werft ihr bitte alle die Hände in die Luft”, forderte sie die Zuschauer auf, und die folgten dieser Aufforderung gerne.

Es wird ein schönes Foto geworden sein, denn die Hände der Zuhörer konnten tatsächlich ungehindert in die Luft fliegen, weil sich der Regen amAbend zum Auftakt des September Specials weitestgehend zurückhielt und die Regenschirme in den Taschen bleiben konnten.

Der letzte Regenguss war gute vier halbe Stunden vor der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Björn Jansen und den MAC-Vorstandsvorsitzenden Johannes Schumacher auf dem Markt über der Stadt niedergegangen, so dass Jansen, der Oberbürgermeister Marcel Philipp vertrat, der derzeit in Aachens Partnerstadt Ningbo weilt, feierlich feststellen konnte: „16. September, 20.15 Uhr, es ist soweit: September Special 2010 - und das zur besten Sendezeit.”

Alle Konzerte kostenlos

„Und selbstverständlich ohne Eintritt, wie Johannes Schumacher hinzufügte. Denn seit Stadt und MAC im Jahre 2007 das September Special aus der Taufe hoben, sind sämtliche Konzerte, Shows und Auftritte dank des Engagements zahlreicher Sponsoren, denen Schumacher natürlich besonders dankte, kostenlos. Lediglich das Riesenrad, das auf dem Katschhof seine Runden dreht, kostet etwas Geld. Aber sogar dieser Preis bleibt - analog zum Motto „Vier gewinnt!” - unter vier Euro.

Etwas mehr kostet allerdings die gesamte Veranstaltung eines solchen Festivals schon. Und das ist auch der Grund warum das ursprünglich zehntägige Fest in diesem Jahr auf vier Tage „konzentriert” worden ist, wie es Veranstalterin Yvonne Jungen ausdrückte, da in diesem Jahr weniger Geld zur Verfügung stand.

„Aber das kann ja auch von Vorteil sein”, meinte Jungen zum neuen Kurz- und-knackigen-Konzept. Dies sei zwar „aus der Not geboren”, wie MAC-Geschäftsführer Manfred Piana einräumte, aber vielleicht erweise es sich ja sogar als zukunftsträchtig, „wenn man aus zehn Tagen, die montags und dienstags etwas durchhingen, die Essenz bildet”, kündigte Piana an, dass er sich auch im kommenden Jahr ein viertägiges September Special vorstellen könnte.

Das wollte Yvonne Jungen so zwar noch nicht unterschreiben, denn sie freue sich über jeden Tag Special mehr, aber auch sie musste einräumen, dass man über zehn Tage eine Fülle an Auftritten bieten müsse, die je nach Budget auf einem gewissen Niveau schwierig zu realisieren sei. Für diesmal gilt jedenfalls: „Vier gewinnt!”

Das Programm am Freitag

Ab 20.15 Uhr geht´s auch Freitagabend wieder rund auf den vier Bühnen beim September Special.

Auf dem Markt bietet Pat Appleton, die Frontfrau von De Phazz, ihre Mischung aus Pop, Soul und Nu Jazz an.

Celtic Rock spielen The Abelour´s auf dem Hof. Zu hören gibt´s mittelalterliche Melodien, verbunden mit donnernden Rock-Rhythmen.

Öcher Platt spricht man derweil auf dem Katschhof. Hubert Krott und Manfred Birmans laden ein zum Öcher Ovvend.

Steam heißt die Band, die auf dem Münsterplatz Coverhits der 60er bis 90er Jahre präsentieren.

Bereits ab 16 Uhr gibt´s auf den Straßen und Wegen zwischen den Bühnen Straßentheater und Unterhaltung mit dem Elefanten Jochen, dem Old School Circus sowie dem Puppenspieler Francois Blanc.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

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