Aachen - Ein FDP-Urgestein meldet sich zurück

Ein FDP-Urgestein meldet sich zurück

Von: Gerald Eimer
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Gemeinsam fühlen sie sich stark: Der Würselener Werner Pfeil (links) und Georg Helg wollen als Spitzenkandidaten der FDP in den Städteregionstag einziehen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Nach 15-jähriger Abstinenz kehrt Georg Helg auf die politische Bühne zurück. Der ehemalige Ratsherr der Stadt und langjährige Präsident des Aachener Karnevalsvereins (AKV), will für seine Partei als Frontmann in den Städteregionstag einziehen.

In dem neuen Parlament, das am 7. Juni gewählt wird und sich im Oktober formiert, soll der 72-Jährige den Fraktionsvorsitz der Liberalen übernehmen.

Darauf haben sich die Spitzen der FDP in Stadt und Kreis verständigt. Weiteres Zugpferd im Wahlkampf wird Werner Pfeil (42) aus Würselen sein, der sich um den Posten des Städteregionsrats bewirbt und damit gegen Helmut Etschenberg (CDU), Uwe Zink (SPD), Thomas Griese (Grüne) und Uwe Löhr (Linke) antreten wird. Die Zustimmung der Parteimitglieder im Februar gilt als sicher.

Er fühle sich „fit und pfiffig genug”, dieses Amt zu übernehmen, erklärte Helg, der eigentlich 1995 seinen endgültigen Abschied aus der Politik verkündet hatte. Damals hatte seine Partei zwei verlorene Wahlen zu verkraften, was ihn nicht nur seinen Ratssitz sondern auch den sicher geglaubten Einzug in den Landtag gekostet hat.

Der Schmerz ist offenbar überwunden, so dass er sich in seiner „zweiten Jugend” noch einmal in die Schlacht werfen will. Nicht zuletzt gebe er damit auch dem Drängen der eigenen Parteifreunde nach.

Die Aufgabe sei allemale groß und wichtig genug, sagen Helg und Pfeil, die in dieser Reihenfolge die Liste ihrer Partei anführen wollen und die Städteregion als das Zukunftsprojekt von Stadt und Kreis schlechthin ansehen.

Nur gemeinsam könne die so wichtige regionale Strukturpolitik vorangetrieben werden, womit insbesondere die weitere Verkehrsentwicklung, die Zusammenarbeit der Hochschulen oder auch der Ausbau des Tourismus gemeint sind. Nur so könnten die Wirtschaftsprobleme bewältigt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Er werde im Wahlkampf vor allem Werbung für die Sache, weniger für seine Person machen, kündigte Helg an, der nach wie vor beruflich aktiv und ehrenamtlich für den Rathausverein tätig ist.

Getragen von jüngsten Wahlerfolgen ihrer Partei geben sich Helg und Pfeil optimistisch, mindestens vier Mandate im Städteregionstag zu erobern. Die weiteren Kandidaten sollen Ende Februar gekürt werden. Die FDP hat in Stadt und Kreis Aachen rund 500 Mitglieder.
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