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Ein Dreivierteljahrhundert lang beim Roten Kreuz

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
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DRK-Ehrung für Wolfgang Jöhlinger (Mitte rechts), vlnr: Joachim Hasse, Björn Claßen, Ingo Kohnen, Peter Timmermanns, Wolfgang Jöhlinger, Markus Engels, Daniela Jansen, Ralf Laufenberg
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Stießen auf großes Interesse: Die Vorführungen von Hundestaffel und Bergwacht in der Rotunde des Elisenbrunnens. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn Wolfgang Jöhlinger etwas in die Hand nimmt, dann macht er es richtig und mit vollem Einsatz. Ob als Rettungssanitäter, Bergungshelfer nach dem Zweiten Weltkrieg, Katastrophenschutz-Beauftragter, Architekt oder Initiator des Info-Magazins für alle Ehren- und Hauptamtler der Deutschen Roten Kreuzes der Region.

Während seiner 75-jährigen Zugehörigkeit als Ehrenamtler beim Deutschen Roten Kreuz hat der heute 91-Jährige schon einiges erlebt und ist in viele Rollen geschlüpft. 1938 wurde er Mitglied, um sich der Hitlerjugend zu entziehen und ein dreiviertel Jahrhundert später ist er immer noch mit großen Engagement und leidenschaftlicher Initiative dabei.

Am vergangenen Samstag konnte der Inhaber des Bundesverdienstkreuzes allerdings gleich doppelt feiern: „150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz, 75 Jahre Jöhlinger“, nannte es Moderator Robert Esser. Der Elisenbrunnen rund um die Rotunde zeigte sich in Rot- Weiß. Nicht nur die Ortsverbände stellten sich vor, sondern auch Einsatz- und Infomaterial rund um die Arbeit des DRK waren zu bekommen. Außerdem beeindruckten die Rettungshundestaffel, die Bergwacht oder die Sanitäter mit Darbietungen von ihrer Arbeit. Die Jubiläumsständchen sangen Günther Hochgürtel und die Band Wibbelstetz. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter sorgten für das leibliche Wohl.

„Es ist wirklich erstaunlich, es sind jede Menge Leute da“, sagt DRK- Geschäftsführer Peter Timmermanns. Zur Halbzeit war schon fast die ganze Suppe aufgegessen. „Bemerkenswert finde ich auch, dass selbst die Leute, die sonst auf der Straße sind, kommen, nach einer Suppe fragen und dann immer noch Geld in die Spendendosen werfen“, fügt er hinzu.

„Das Deutsche und das Internationale Rote Kreuz sind ein Inbegriff von Hilfe und Zuflucht von Menschen für andere Menschen“, sagte die Landtagsabgeordnete und zugleich stellvertretende Kreisvorsitzende des DRK, Daniela Jansen. Ohne die gemeinnützige Arbeit sei die Gesellschaft ein Stück kälter. Zahlreiche Menschen investierten viel Zeit und Geld in diese Idee, die auch nach 150 Jahren noch immer wichtig und richtig sei.

Mit 75 Jahren sei Wolfgang Jöhlinger der absolute Rekordhalter und um dieses besondere Jubiläum noch einmal zu hervorzuheben, wurde er das erste Ehrenmitglied des Kreisverbandes der Städteregion. „Er ist vom Herzen und vom Kopf her noch ein ganz, ganz junger Mensch“, so Daniela Jansen. Eins ist sicher, er hat das DRK in Aachen geprägt und mitgeformt: „Als alter Rotkreuzesel, wie Du dich selbst immer nennst, trägst und stützt Du uns, wo Du nur kannst“, fügt Geschäftsführer Timmermanns hinzu.

„Zum Ende des Jahres möchte ich aufhören“, sagt Jöhlinger bedauernd. Aber natürlich will er Mitglied der DRK bleiben. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass auch wieder mehr junge Leute mitmachen“, betont er.

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