Ein Dreieck als Garage fürs Elektrofahrrad

Von: Katharina Urbanczyk
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Wie kann ein Parkhaus für E-B
Wie kann ein Parkhaus für E-Bikes aussehen? Um diese Frage ging es in einem Wettbewerb. Von links Prof. Manfred Wagner, Christiane Melcher (Stadt Aachen), Erkan Candar, Felix Angermeyer, Prof. Clemens Stübner und Wettbewerbssiegerin Johanna Matern. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Parkhäuser für E-Bikes: Das war das Thema eines Gestaltungswettbewerbs im Fachbereich Design der Fachhochschule Aachen. Aufgabe war es, Parkhäuser für Elektrofahrräder zu entwerfen, die nicht nur praktisch, sondern auch innovativ und kreativ sein sollten. Zehn Studenten nahmen unter der Leitung von Professor Manfred Wagner am Wettbewerb teil. Nun wurden drei Sieger gekürt.

Für das Siegermodell gibt es nicht nur 5000 Euro Preisgeld, sondern auch die Aussicht, tatsächlich in Aachen gebaut zu werden. Im August erhielt die Stadt die Zusage über eine 50-prozentige Förderung durch das Bundesumweltministerium zum Bau von 13 Parkhäuser für E-Bikes.

Eine Umfrage im vergangenen Jahr hatte ergeben, dass viele Aachener vor der Anschaffung eines E-Bikes zurückschrecken. „Als Grund gaben sie an, dass sie Angst davor haben, dass das E-Bike an den öffentlichen Aufladestationen geklaut werden.

Denn die umweltschonenden E-Bikes sind mit ihren 30 Kilo zu schwer, um sie in den hauseigenen Keller zu transportieren”, erzählt Armin Langweg vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. Die geplanten Parkhäuser sollen den Verleih von E-Bikes ermöglichen, sowie auch das Abstellen des eigenen E-Bikes.

Als Siegesmodell und gleichzeitig auch als Prototyp für die neuen Parkhäuser wurde das Modell von Johanna Matern ausgewählt. Sie setzte sich mit ihrem Modell gegen den zweitplatzierten Felix Angermeyer und den drittplatzierten Erkan Candar durch. Materns „Liftup”-Modell ist platzsparend und leicht zu bedienen. Durch die dreieckige Form beansprucht eine Abstellkabine für das E-Bike weniger als einen Quadratmeter. Außerdem ist es durch den Hydrauliklift leicht zu bedienen.

„Mir war es wichtig, ein einfaches Modell zu entwerfen, das nicht zu kompliziert ist, so dass es von jedem genutzt werden kann”, erläutert die Gewinnerin. „Zudem sollte es auch zur Stadt Aachen passen, ich habe mich deswegen von der Architektur des Aachen-Münchener-Gebäudes inspirieren lassen. Natürlich sind die Farben auch gelb und schwarz.”

Der Entwurf sieht zehn Kabinen vor, die man unterschiedlich zusammensetzen kann, so dass sie auch an vielen Standorten aufgestellt werden können.

Die Herstellungskosten pro Kabine werden auf rund 1000 Euro geschätzt. Zurzeit befinden sich die Verantwortlichen noch in der Verhandlungsphase mit den Herstellern für die Parkhäuser. Insgesamt will die Stadt 30 solcher Parkhäuser aufstellen. Am 15. November befasst sich der Mobilitätsausschuss mit dem Thema.

Die Modelle der drei Sieger sind in der Zeit vom 15. bis 19. November im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor, Lagerhausstraße, ausgestellt. Besichtigt werden können sie während der Öffnungszeiten.
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