Aachen - Ein Baum aus Mosaikstücken des Lebens

Ein Baum aus Mosaikstücken des Lebens

Von: Lukas Dörrie
Letzte Aktualisierung:
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Das Modell des Lebensbaums: (v.l.) Sandra Jansen, Leiterin der Offenen Tür D-Hof, Künstlerin Kerstin Thelen, Simone Jansen und Agnes Zilligen (Netzwerk Eigenarbeit) halten es stolz in den Händen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Noch ist sie leer, die weiße Wand im Treppenhaus der Offenen Tür D-Hof im Aachener Stadtteil Driescher Hof. Doch schon bald sollen sich hier die Äste eines Mosaik-Kunstwerkes entfalten. „Wir werden einen großen Lebensbaum an die Wand zaubern“, erklärt die Mosaik-Künstlerin Kerstin Thelen.

 Stolz zeigt sie zusammen mit den anderen Beteiligten das Modell, das schon seit einiger Zeit existiert.

„Schon bei meinen früheren Projekten zusammen mit ‚Netzwerk Eigenarbeit‘ kam ich auf die Idee. Aber anders als sonst, möchte ich alle möglichen Materialien verwenden. Nicht nur Steine“, beschreibt Thelen. Das Kunstwerk solle aus Bruchstücken aus unser aller Leben zusammengesetzt werden. Jeder, der aus dem Stadtteil Driescher Hof kommt oder sich mit der Offenen Tür verbunden fühlt, kann in den nächsten Wochen einen Gegenstand aus seinem Leben abgeben, der dann mit in den Baum eingearbeitet wird. Wer möchte, kann auch eine kurze Geschichte zu dem Gegenstand schreiben. Später soll dann ein Ausstellungskatalog entstehen, der die Geschichten aller eingearbeiteten Gegenstände zusammenfasst.

Spiegelglas, das reflektiert

„Die einzige Angabe ist, das Teil muss in die Tüte passen“, sagt die Leiterin des D-Hofes, Sandra Jansen, und zeigt eine der vielen kleinen Tüten, die bereits an Einrichtungen des Stadtteiles verteilt wurden. Darunter Kindertagesstädten, Seniorenheime und Kirchen. „Hoffentlich bekommen wir um die 1000 Gegenstände. Aber wie bei den letzten Projekten werden wir mit dem arbeiten, was kommt“, bemerkt Agnes Zilligen, Koordinatorin der Organisation „Netzwerk Eigenarbeit“. „Wir planen mit Spiegelglas zu arbeiten. Der Baum wird Auszüge aus unserem Leben reflektieren und der Betrachter wird sich darin widerspiegeln,“ erzählt Kerstin Thelen begeistert.

Beim „Netzwerk Eigenarbeit“ stieß die Idee sofort auf Zustimmung. „Jetzt haben wir mit dem D-Hof endlich einen Kooperationspartner gefunden“, freut sich Zilligen. Und auch Sandra Jansen, die Leiterin der Einrichtung für Kinder und Jugendliche, ist begeistert von der Idee: „Der Baum wird perfekt in den Eingangsbereich unserer Einrichtung passen. Die Leute dürfen gerne immer wieder kommen und den Baum bewundern. Gerade das passt auch zu unserer Aufgabe als offener Lebensbegleiter für junge Menschen.“

In der Woche vom 21. bis 25. Juli können alle Beteiligten dann auch beim Legen des Baumes und beim Einarbeiten seiner Gegenstände mithelfen. Geld-, aber auch Sachspenden, zum Beispiel Spiegel, werden gerne entgegen genommen.

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