Eilendorf - Eilendorf: Kampf mit dem Gestank wird immer bizarrer

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Eilendorf: Kampf mit dem Gestank wird immer bizarrer

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:

Eilendorf. Der Versuch, die Geruchsbelästigung durch das Regenrückhaltebecken (RRB) an der Krebsstraße zu stoppen, nimmt immer bizarrere Formen an.

Unter Einsatz von viel Überredungskunst durch die zuständige Fachverwaltung hatte sich die Eilendorfer Bezirksvertretung dazu durchgerungen, der Erstellung eines Gutachtens mit Kosten von bis zu 150.000 Euro zur Feststellung der Ursachen des Gestanks zuzustimmen.

Doch der ebenfalls mit der Angelegenheit befasste Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz zierte sich und meldete der Verwaltung gegenüber Beratungsbedarf an.

Dies wiederum nahm der Verwaltungsvorstand der Stadt, also der Oberbürgermeister und die Beigeordneten, zum Anlass, die von der Bezirksvertretung beschlossenen Mittel für das Gutachten zunächst noch nicht auszugeben.

Stattdessen sollen weitere Angebote zur Erstellung eines solchen Gutachtens eingeholt werden. Ein Verhalten, dass von wirtschaftlicher Vernunft und Haushaltsdisziplin zeugt, aber den Anwohnern des RRB nicht weiterhilft.

Denn gerade die „geruchsintensiven” Sommermonate sollten zur Erstellung der Datenbasis für das Gutachten genutzt werden. Dies dürfte in diesem Jahr nun nicht mehr möglich sein. Erleichterung für die vom Gestank geplagten Anwohner soll jetzt nach einem CDU-Antrag, der in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen wurde, eine Maßnahme bringen, die in einer zweimonatigen Testphase erprobt werden soll.

Danach soll durch eine Erhöhung des Wasserspiegels im Becken dafür gesorgt werden, dass die geruchsbildenden Schweb- und Feststoffe nach dem Prinzip des Geruchsverschlusses ständig durch eine Wasserschicht abgedeckt werden.

Eine elektronische Wasserstandskontrolle soll garantieren, dass das Wasser immer hoch genug steht. Gewiss eine gute Idee, dennoch sind die Anwohner voller Skepsis.

Denn erstens verursacht auch eine solche Maßnahme Kosten und zweitens ist nicht klar, wer das Geld dafür in die Hand nehmen soll. Denn mit der Stadt Aachen, der Stawag und dem Wasserverband Eifel-Rur gibt es gleich drei Verantwortliche für das RRB.

Daher glauben viele Anwohner, dass auch dieser Anlauf zur Beseitigung der üblen Gerüche im Sande verlaufen wird. Als ebenso wenig hilfreich gilt in diesem Zusammenhang eine Idee aus dem Kreise der Mehrheitsfraktionen von CDU und Grünen.

Danach habe man, wenn man den Geruch über den erhöhten Wasserstand stoppen könne, ein Argument, dass eine Einhausung des Beckens eine wirksame Lösung sei, die man mit den Mitteln finanzieren könne, die für das Gutachten erforderlich seien.

Dies dürfte angesichts der Fläche des RRB von mehr als 2000 Quadratmetern allerdings eher illusorische Vorstellung sein.
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