Aachen - Eilendorf: 2013 soll die Betriebskita starten

Christopher Robin Kino Freisteller Winnie Puuh

Eilendorf: 2013 soll die Betriebskita starten

Von: mg
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Zeitplan steht: Zum Kindergartenjahr 2013, das am 1. August 2013 beginnt, soll im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd der geplante Betriebskindergarten starten.

Rund 75 Betreuungsplätze sind dort vorgesehen, ein großer Teil davon für Kinder unter drei Jahren.

Fest steht mittlerweile auch: Für die Betriebskita muss ein Neubau her. Bestehende Gebäude im Gewerbegebiet könnten nur mit großem Aufwand zur Kita umgebaut werden, erläuterte Oberbürgermeister Marcel Philipp auf Anfrage. „Deshalb sind uns mehrere Standorte wieder rausgeflogen.” Der OB ist dennoch optimistisch: „Wir kommen voran. Auch wenn wir länger gebraucht haben, als wir wollten.”

Für den Kita-Neubau kommen mehrere Grundstücke im Umfeld von Neuenhof­straße und Kaubendenstraße infrage, sagt Dieter Begaß, Fachbereichsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung. Auch ein städtisches Areal sei darunter.

Fünf Unternehmen im Gewerbegebiet sind beim Projekt Betriebskita auf jeden Fall mit im Boot, sie wollen für ihre Beschäftigten Betreuungsplätze einrichten. „Einige weitere haben aber auch Interesse signalisiert”, so der städtische Wirtschaftsförderer.

Etliche zentrale Fragen sind allerdings noch zu klären. So steht noch nicht fest, wer als Bauherr auftreten wird. Verschiedene Investoren seien interessiert, entscheiden werden laut Begaß die Unternehmen. Schließlich werden sie auch den Löwenanteil der Investition stemmen. Für die Baukosten werden zwei bis drei Millionen Euro veranschlagt.

Auch ein Betreiber für die neue Kindertagesstätte muss noch ausgewählt werden. Mehrere Anbieter haben ihr Interesse bekundet. Eine Endauswahl werde gemeinsam mit den Unternehmen und der Politik spätestens nach der Sommerpause getroffen, erwartet Begaß.

Jeder öffentlich geförderte Kindergartenplatz kostet neben Landesmitteln und Elternbeiträgen auch städtisches Geld. Deshalb muss geregelt werden, wie die „Einpendlerkinder” in der neuen Betriebskita zu behandeln sind. Mit dieser Frage befasst sich nächsten Dienstag auch der städtische Kinder- und Jugendausschuss.

Aachen ist eine klassische „Einpendlerstadt”. Knapp 80 000 Menschen fahren täglich zum Arbeiten in die Stadt Aachen, rund 42 000 dieser Pendler kommen aus den anderen Kommunen der Städteregion, listet die Verwaltung auf.

Die derzeitigen Überlegungen gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Kinder in der Betriebskita in Aachen wohnt, die andere Hälfte aber von auswärts „einpendelt”. Ein Kind von auswärts bekommt bisher aber nur einen Platz in einer Aachener Tagesstätte, wenn dieser Platz nicht für ein Aachener Kind benötigt wird. Für die Betriebskita muss deshalb eine Ausnahmereglung her.

Die beteiligten Firmen haben sich bereits grundsätzlich einverstanden erklärt, die voraussichtlichen Nettokosten, die der Stadt Aachen für die auswärtigen Kinder entstehen, zu übernehmen. Der Stadtrat muss eine solche Regelung beschließen.

Die Familien, die ab Sommer 2013 für ihr Kind einen Platz in der neuen Betriebskita bekommen, brauchen sich um solche Rechenmodelle aber nicht zu kümmern. „Die Eltern müssen sich damit nicht befassen”, betont OB Marcel Philipp. Die Eltern zahlen abhängig von ihrem Einkommen den in der Satzung festgelegten Kita-Beitrag. Egal, ob sie in Burtscheid wohnen oder in Baesweiler.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert