„Eigentlich ist ein Punkt zu wenig”

Von: Tobias Königs
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Ein Sinnbild der Partie: Die A
Ein Sinnbild der Partie: Die Alemannia hat einige gute Szenen im Spiel gegen Rostock, doch letztendlich haben die Fans nichts zu Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wer sich mit der Alemannia verbunden fühlt, der hat es im Moment wahrlich nicht leicht. Vier Spiele, vier Niederlagen, Null Punkte. So lautete die ernüchternde Bilanz der Schwarz-Gelben vor dem fünften Spieltag.

Doch nicht nur Trainer und Spieler leiden unter der Situation, besonders die Fans der Alemannia machen eine schwere Zeit durch. Ihre Unterstützung für die Mannschaft wird dadurch aber nicht weniger.

Zum Auswärtsspiel nach Rostock haben wieder zahlreiche Fans die weite Reise auf sich genommen, um die Spieler lautstark zu unterstützen. Und auch in der Heimat drücken die Fans die Daumen. So haben sich rund 50 Personen in der Pontstraße im „Sowiso” eingefunden, um das Spiel live zu verfolgen. Doch man merkt schnell, dass die schlechten Ergebnisse stark auf die Stimmung drücken. Zwar sei „für Alemannia-Verhältnisse relativ viel los”, wie Kellner Volker verrät, doch Frohsinn sucht man in den Gesichtern der Fans vor dem Spiel vergeblich. „Ich bin sehr angespannt. Die Jungs haben ja nicht so schlecht gespielt, da wird man schon ratlos und ich weiß nicht, woran es liegt”, sagt Aachen-Fan Lars skeptisch. Skepsis ist es auch, die im „Sowiso” allgemein vorherrscht. Die Hoffnung ist da, doch der Glaube fehlt ein bisschen. „Für den Verein, für die Stadt und für die Fans wäre es aber enorm wichtig, wenn sie heute endlich die drei Punkte holen. Und die schaffen das”, hofft Uschi Drachsler auf ein Erfolgserlebnis für die Alemannia.

Den Torschrei auf den Lippen

Die erste Halbzeit scheint die Hoffnungen der Tivolianhänger zu erfüllen. Die Mannschaft spielt sich einige gute Szenen heraus und in der 27. Minute gelingt Seyi Olajengbesi beinahe das 1:0. Die Fans haben den lang ersehnten Torschrei schon auf den Lippen, aber der Ball klatscht nur an den Pfosten. Doch es ist eine Szene, die Mut macht. So ist Nadine Schwarz extra für das Spiel aus Eschweiler in die Pontstraße gekommen und bereut ihren Besuch zur Halbzeit nicht. „Bis jetzt sieht es ja gar nicht so schlecht aus. Ein paar Chancen waren da. Wenn die Mannschaft jetzt noch eine Schippe drauflegt, dann klappt das schon mit den drei Punkten”, so die 30-Jährige. Und auch der vor Anstoß noch skeptische Lars ist optimistisch. „Die Mannschaft spielt auf jeden Fall wieder viel besser. Jetzt muss nur noch das Ding rein”, sagt er.

Doch das Ding will einfach nicht rein. Und mit zunehmender Spieldauer und jeder verpassten Gelegenheit steigt die Anspannung bei den Fans sichtbar. Viel passiert aber nicht mehr und so bleibt es am Ende bei einem gerechten 0:0. Ein Ergebnis, dass die Alemannia-Fans nicht so recht einordnen können. „Eigentlich ist ein Punkt zu wenig. Gerade wo nächste Woche Düsseldorf kommt. Aber es ist schon mal ein Anfang”, sagt Olaf Weber. Nadine Schwarz sieht es ähnlich, auch wenn sie ihr Kommen auch nach Abpfiff nicht bereut. „Man unterstützt die Mannschaft ja wo man kann. Aber das Ergebnis ist dann doch nicht so toll. Ein Punkt ist zum Leben zu wenig, aber zum Sterben dann doch zu viel”, so die Eschweilerin. Aber vielleicht haben sie und die anderen Fans ja schon beim nächsten Spiel richtig Grund zur Freude. Uschi Drachsler glaubt nämlich, „dass es mit der Unterstützung der Fans gegen Düsseldorf dann bestimmt zum ersten Dreier reicht.”
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