Aachen - Ehrenamtler haben es jetzt komfortabler

Ehrenamtler haben es jetzt komfortabler

Von: Anke Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
ehrenamt_bu
Ingrid Deutz-Bergrath (links) und Petra Mahr informieren in ihrem neuen Büro im Verwaltungsgebäude Katschhof rund ums Ehrenamt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ehrenamtler haben es jetzt einfacher. Mussten sie früher den achten Stock des Verwaltungsgebäudes am Bahnhof erklimmen, um die Stabstelle zur Förderung des Ehrenamtes zu erreichen, so ist das nun ungleich komfortabler.

Als zentrale Anlaufstelle für alle ehrenamtlich engagierten Menschen residiert das „Büro für bürgerschaftliches Engagement”, wie die Stabstelle jetzt heißt, gut erreichbar direkt im Verwaltungsgebäude am Katschhof.

Im zweiten Stock, Zimmer 205, warten die beiden Sachbearbeiterinnen Petra Mahr und Ingrid Deutz-Bergrath nur darauf, dass sich die Öcher bei ihnen melden, um Informationen rund um das Ehrenamt einzuholen.

Mindestens 14 Jahre alt müssten die Bewerber sein, weiß Petra Mahr und ergänzt, dass die Nachfrage an ehrenamtlich arbeitenden Menschen sehr groß sei. Rund 70 Organisationen hätten sich mit ihren Wünschen schon im Ehrenamtsportal im Internet unter www.aachen.de angemeldet.

Auf dieses Portal mit einer AnbieterbörseÊ sind die beiden Sachbearbeiterinnen vom Fachbereich Verwaltung besonders stolz. Hier kann jeder, der sich in einem Ehrenamt engagieren möchte, seine Interessen anklicken und wird zu der jeweiligen Organisation weitergeleitet.

Doch wer nicht im Internet recherchieren will, ist im Büro sehr gerne gesehen. „Wir beraten die Menschen, die zu uns kommen, welche Aufgabe für sie die passende ist, vermitteln und geben Auskunft über den Versicherungsschutz und über steuerliche Vergünstigungen.

Bei uns bekommen außerdem alle, die seit fünf Jahren ehrenamtlich tätig sind, den Ehrenamtspass, der ihnen Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen ermöglicht”, so Ingrid Deutz-Bergrath.

Junge Menschen angelockt

Auch über das freiwillige soziale öder ökologische Jahr wissen die beiden Bescheid. Das lockt junge Menschen ins Büro für bürgerschaftliches Engagement und freut Mahr und Deutz-Bergrath natürlich: „Gerade junge Menschen können sich oft nicht so lange an einen Ort oder an eine Aufgabe binden, daher gibt es die Möglichkeit ein Amt für begrenzte Zeit zu übernehmen, man muss sich also nicht mehr wie im Sinne des klassischen Ehrenamts jahrelang an einen Posten binden”, so Deutz-Bergrath.

Damit habe sich das Ehrenamt im Laufe der Jahre verändert, auch durch den demografischen Wandel seien die Bedürfnisse andere geworden als früher, fügt Mahr hinzu. „Viele Dinge würden ohne Ehrenamtler überhaupt nicht geschehen”, etwa im seniorenbegleitenden Bereich, „Einkaufen oder mal ein Schaufensterbummel wären ohne sie nicht drin”, erklärt Mahr und tritt damit dem Argument, Ehrenamtliche besetzten freie Stellen, entschieden entgegen.

Beide Sachbearbeiterinnen sehen ihre Aufgaben darin, den Bedarf für ehrenamtliche Tätigkeit zu erfassen, Kontakte zu bereits bestehenden bürgerschaftlichen Engagements zu knüpfen, aber auch mehr Menschen als bisher für das Ehrenamt zu interessieren. Und das sei schwierig, denn die meisten ehrenamtlich tätigen Menschen kämen über Beziehungen oder Vereine zum Ehrenamt und den Rest habe man bis jetzt nicht gut erreichen können. Doch das soll sich ändern, neben den jungen Menschen möchten Mahr und Deutz-Bergrath auch noch mehr ältere motivieren und bürgerschaftliches Engagement öffentlicher machen. Der erste Schritt dahin ist mit dem Umzug nun getan.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert