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e.GO „Life“: Die Vorzeichen für einen Erfolg stehen gut

Von: Thomas Vogel
Letzte Aktualisierung:
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Noch eine Baustelle, bald Produktionsstätte: das Gelände an der Philipsstraße. Foto: Harald Krömer
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Eine Wand trennt den späteren Produktionsbereich vom Wareneingang und Lager. Foto: Harald Krömer
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Christina Häußler und Bastian Luedtke freien sich darauf, wenn die Produktion anläuft. Foto: Harald Krömer

Aachen. Noch ist das Areal ganz groß mit „Rohbau“ überschrieben. Dieser Rohbau – es handelt sich um jene Hallen, in denen im kommenden Jahr die Fertigung des Elektroautos e.GO „Life“ anlaufen wird – gibt jedoch schon einen recht konkreten Eindruck von der Größe der Produktionsstätte.

Das tun freilich auch die reinen Zahlen: auf rund 28.000 Quadratmetern sollen Wareneingang, Lager, Kommissionierung, Vormontage, Endmontage, Finishing, Showroom und einige Büroräume unterkommen. Der Karosseriebau für den „Life“ soll idealerweise in einer Nachbarhalle stattfinden, die noch einmal etwa 12.000 Quadratmeter Platz bietet.

Je nachdem, wie gut das kleine Elektroauto ankommt, könnte das Unternehmen mit der Produktion an diesem Standort um 50.000 weitere Quadratmeter wachsen. Und das Votum potenzieller Kunden fällt bisher offenbar sehr positiv aus: auf dem Zettel standen ursprünglich 1000 Fahrzeuge, die im allerersten Jahr gefertigt werden sollten. Bis jetzt sind aber schon etwa 600 Vorbestellungen bei e.GO eingegangen.

Entsprechend wird bereits daran gearbeitet, eine zweite Schicht zur Produktion an den Start zu bekommen, um die Stückzahl zu erhöhen und auch bei weiter steigender Nachfrage ausreichend e.GOs ausliefern zu können. Die Hallen sind der Planung nach für maximal 20.000 Fahrzeuge pro Jahr in zwei Schichten ausgelegt. Werden die Produktionskapazitäten voll ausgeschöpft, rollt im Schnitt alle 10 Minuten ein e.GO „Life“ aus den Werkshallen.

Was den Bau der Halle angeht, legen die beteiligten Unternehmen ein hohes Tempo vor. Die Rohbauphase soll im November in den Innenausbau übergehen. Die Elektroinstallationen könne man ab September/Oktober in Angriff nehmen. Bastian Luedtke (31), künftiger Werksleiter, rechnet damit, dass man damit dann bis November/Dezember durch sei. Im vierten Quartal, wenn auch der Boden in den Hallen ist, werde begonnen, das für die Produktion nötige Equipment – Prüfstände, Vorrichtungen für die Vor- und Endmontage, Fließbänder – zu installieren.

Eine Hängebahn, wie sie im klassischen Automobilbau vielfach zu Einsatz komme, werde jedoch nicht eingebaut. An ihr werden Fahrzeuge zur Montage aufgehängt, um sie problemlos in der Höhe verändern zu können. „Das ist beim „Life“ aber nicht nötig, weil wir recht wenig von unten ans Auto müssen“, erklärt Luedtke. Im Oktober/November wird die Halle von außen voraussichtlich fertig aussehen, sagt Luedtke. Im zweiten Quartal 2018 muss alles fertig sein, denn am 1. April geht es mit der Produktion des „Life“ los.

Der Immobilienentwickler Triwo AG, dem das ehemalige Philips-Gelände gehört, baut die Hallen, e.GO wird Mieter sein und zwar mindestens für zehn Jahre. Es wird zwei Zufahrten geben, einmal über die Lilienthalstraße und über die Einfahrt zum Philips-Gelände. Die Einteilung der Hallen, wo was gelagert, produziert oder ausgestellt und abgeholt wird, ist größtenteils abgeschlossen. Das Feintuning wird kurz vor Inbetriebnahme erfolgen. Es sollen weitere Erfahrungen aus dem Prototypenbau, der nach wie vor auf dem Campus stattfindet, helfen, Teile später exakt dort anzuliefern, wo sie gebraucht werden.

Rund 30 Millionen Euro hat der E-Auto-Hersteller in die Entwicklung des „Life“ insgesamt investiert. Im Schnitt stellt das Unternehmen jeden Monat zehn neue Mitarbeiter ein. Es werden in der Produktion 150 bis 160 Mitarbeiter und noch einmal 50 bis 60 in der Firmenzentrale auf dem Campus-Boulevard beschäftigt, erklärt Christine Häußler, bei e.GO verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 290 bis 300 könnten es mit einer zweiten Schicht an der Philipsstraße insgesamt werden.

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