Aachen - Echtes Heimspiel für Stürmer Erik Meijer

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Echtes Heimspiel für Stürmer Erik Meijer

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Das sind zwar nicht die Lottozahlen, sondern (hoffentlich) Alemannias Glückszahlen für die neue Saison. bei der Saisoneröffnung am Tivoli präsentiert sich erstmals der komplette Kader den schwarz-gelben Anhängern. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der Star der ersten „richtigen” Saisoneröffnung rund um und im neuen Tivoli-Stadion war selbstverständlich die junge Mannschaft, die Sportdirektor Erik Meijer rund um die erfahrenen Haudegen Benny Auer, Thomas Stehle und Thorsten „Stucki” Stuckmann zusammengestellt hat.

Doch der Eröffnungstag gehörte zweifelsohne genauso dem quirligen Niederländer und einstigem Stürmerstar der Alemannia. Ob auf der Event-Bühne, die man auf dem Stadionvorplatz aufgebaut hatte, oder bei Gesprächen mit Fans im Vereinslokal „Klömpchens-Club”, Meijer lief zur Hochform im Spiel mit den Fans auf und machte richtig Dampf im Mittelfeld, schoss dann selbst unter großem Beifall die Tore mit Sprüchen, mit denen er seine Fußballphilosophie und die der Alemannia in der kommenden Saison unter die Leute brachte.

„Ein 4:3 ist mir viel lieber als ein 1:0”, schloss er einen fußballphilosophischen Angriff mit einer Punktlandung ab. Dann lobte er im gleichen Atemzug die „Frische und Dynamik” in dieser jungen Mannschaft. „Auch das Trainerteam mit Peter Hyballa, Eric van der Luer und Torwarttrainer Christian Schmidt, das sind Leute, die haben ein Ziel, die sind noch nicht am Limit, die wollen alle etwas erreichen!”

Wie gegen die Bayern

Dass auch Erik Meijer „etwas erreichen” will, braucht da erst gar nicht betont zu werden. Der Holländer aus Maastricht brennt, als ob er mal wieder mit dem entscheidenden Tor den Bayern aus München den Todesstoß verpassen wolle, wie ihm das in dem legendären Pokalspiel vom 2. Februar 2004 gelang. Jedenfalls war der Sportdirektor allgegenwärtig unter den etwa 20.000 Fans, die am Sonntag ab 12 Uhr ein zumeist sonniges Fest am Tivoli feiern konnten. Der Herrscher auf der Event-Bühne war wie schon seit Jahren am alten Tivoli Stadionsprecher Robert Moonen. Er sagte gewohnt professionell und doch immer mit einem persönlichen Wort beispielsweise die Tanzdarbietungen der Gruppe TN Boom an.

Der Fußball-Freestiler Thomas Rist war 2010 ebenso wieder da, wie es die beliebte Modenschau mit echten „Alemannia-Models” wieder gab. Auf dem Catwalk ließen kurz nach vier Uhr etwa Nico Herzig oder auch Benny Auer ihre drallen Wadenmuskeln spielen. Sie trugen dabei die neuesten Kreationen aus dem reichhaltigen Bekleidungsprogramm, das in den schwarz-gelben Fanshops für die neue Saison bereit liegt, an der Hand der großen Fußballer immer ein kleines Model aus den Reihen der Aleminis. Dann gab es fußballerische Fach-Talks rund um die Neuzugänge, der Frauenfußball ebenso wie die Volleyballerinnen kamen natürlich gleichermaßen zu Wort, die Profi-Trainer Peter Hyballa und Eric van der Luer erklärten ihre Saisonplanungen.

Das Szenario wurde umrahmt von diversen Ständen zur Kinderbelustigung. Dazu gab es genug Gelegenheit, Hunger und Durst zu stillen. Das Fest rund um den neuen Tivoli war dieses Mal eine lockere und ungezwungene Angelegenheit, ganz so, wie sich die junge Mannschaft, die direkt um 12 Uhr mit einer ausgiebigen Autogrammstunde begonnen hatte, dann hoffentlich ab dem 20. August gegen Union Berlin (Freitag, 18 Uhr, Tivoli) präsentieren wird.

Jupp Ebert mit der Hymne

„Beim Spiel gegen Venlo haben bei dem 3:1 am Ende die Jungen richtig Dampf gemacht”, berichtete Meijer über die gute Einstellung der jungen Hoffnungsträger. Und im zähneknirschenden Rückblick: „Die hauen sich richtig rein. Die gehen nicht sofort duschen und dann schnell nach Hause”, kartete Meijer mit Blick auf 2009 grummelnd nach. „Wir bauen jetzt erst die Grundmauern und den Keller vom Alemannia-Haus”, dann gehe es nach oben weiter. Beim ersten öffentlichen Training im Stadion intonierte Jupp Ebert aus voller kehle die Alemannia-Hymne - wenn das nicht hilft, was dann?
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