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Echt kunstvoll: Junge Leute stellen im Museum aus

Von: Anke Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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Die Macherinnen: Die Schülerinnen Luisa Latta, Lea Schüler-Beck, Stefanie Elbracht und Charlotte Rohde (von links) haben sich besonders für die Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum eingesetzt. Gezeigt werden Kunstwerke von Schülern. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Schüler der Viktoriaschule haben es geschafft: Ihre Bilder werden im Suermondt-Ludwig-Museum neben den Größen der Malerei ausgestellt. Möglich machte das das Kooperationsprojekt „Schule und Museum”.

Es bietet den Schülern der Klassen 5 bis 11 nun schon im zweiten Jahr die Möglichkeit, einen Vormittag im Museum zu verbringen, und direkt Auge in Auge mit dem Original zu einem vorgegebenen Thema zu arbeiten. Die Ergebnisse sind jetzt im Kupferstichkabinett des Museums noch bis Sonntag, 7. Februar, zu sehen.

Doch ohne das Engagement der vier Schülerinnen Charlotte Rohde, Luisa Latta, Stefanie Elbracht und Lea Schüler-Beck, hätte es die Ausstellung gar nicht gegeben. Susanne Stoffers, Kunstlehrerin an der Viktoriaschule, lobte deren Einsatz und Phantasie in ihrer Eröffnungsrede zur Vernissage: „Die Vier haben neben ihrem normalen Schulalltag viel Arbeit in die Ausstellung gesteckt und die ganze Verantwortung für das Gelingen getragen.”

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Brigitte Gillessen rief Stoffers die Kooperation vor zwei Jahren ins Leben, denn beide Lehrerinnen sind der Meinung, dass die musischen Fächer in der Schule mit der verkürzte Gymnasialzeit „G8”, zu kurz kämen, zusätzlich lasse der vorgegebene Stundentakt in der Schule eine tiefergehende Beschäftigung mit einem Thema gar nicht zu. „Unser Ziel ist es, an einem anderen Lernort als der Schule vor Originalen arbeiten und die gewonnenen Eindrücke auch direkt verarbeiten zu können”, so Stoffers. Außerdem werde durch die Arbeit im Museum sicher eine Hemmschwelle abgebaut, überhaupt ein Museum zu betreten., „Unsere Kooperation ist ein Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen Museum und Schule, parallel zum Lehrplan erarbeiten die Schüler hier die Kunstwerke”, erklärte der stellvertretende Leiter des Suermondt-Ludwig, Adam C. Oellers. Begleitet werden die Schüler dabei von den Museumspädagoginnen Renate Szatkowski und Sabine Gandelheidt.

Die ausgestellten Drucke, Zeichnungen, Modelle und Skulpturen der Schüler sind bunt und vielfältig. Allen gemeinsam ist die Beschäftigung mit den Gattungen in Malerei und bildender Kunst. Beispielsweise hat sich der Kunstkurs der Klasse 11 mit Stillleben auseinandergesetzt. Als Vorlage diente ihnen „Mahlzeit mit Nautiluspokal”, das der Niederländer Willem Claesz Heda 1640 malte. Herausgekommen sind viele Interpretationen der Vorlage, teils völlig verfremdet oder liebevoll nachempfunden. Spannend sind auch die Architekturentwürfe für einen Anbau des Museums.

Was die Darbietung der Kunstwerke anbelangt, hat das Ausstellungskomitee auch an die kleinen Besucher gedacht: „Wir wollten etwas Interaktivität in die Ausstellung bringen und die direkten Infos zu den Bildern erst mal verstecken”, so Lea Schüler-Beck, eine der Mitorganisatorinnen. Diese „direkten Infos” verbergen sich in silbernen Schatzkisten, die jeweils vor den Exponaten stehen.

Noch bis Sonntag

Bis jetzt haben über 300 Schüler an der Kooperation „Schule und Museum” teilgenommen, und Susanne Stoffers hofft auf eine Fortführung des Projekts, das bisher zum größten Teil durch den Jugendförderverein der Sparkasse finanziert worden ist.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 7. Februar, im Kupferstichkabinett des Suermondt- Ludwig-Museums, Wilhelmstraße 18, zu den Öffnungszeiten zu sehen.
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