Dringend gesucht: Übungsleiter für den Sport in der OGS

Von: Margot Gasper
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Aachen. Fußball, Tanzen, Bewegungsspiele und noch viel mehr: In der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Aachen soll es im kommenden Schuljahr mehr als 90 sportliche Angebote pro Woche geben – ein riesiges Spektrum. Zu stemmen ist das aber nur, wenn sich noch weitere Menschen finden, die als Übungsleiterin oder Übungsleiter in der OGS arbeiten möchten.

Deshalb rührt Johanna Heiliger in diesen Tagen noch einmal kräftig die Werbetrommel. Die Geschäftsführerin des Stadtsportbunds Aachen hofft, dass sich Fußballbegeisterte melden und Leute, die als Übungsleiter für den Bereich Tanz infrage kommen. Aber auch Übungsleiter für den allgemeinen Sport und für Spiel- und Bewegungsangebote sind sehr willkommen. „Wir brauchen dringend Übungsleiter“, sagt Heiliger. „Zwischen zehn und 15 geplante Angebote sind derzeit noch ohne Übungsleiter.“

140 Stunden pro Woche

Sport ist im Offenen Ganztag eine wichtige Größe. Im vergangenen Schuljahr hat es allein jede Woche rund 140 Stunden mit sportlichen Angeboten in der OGS gegeben. Im neuen Schuljahr soll die Zahl noch einmal steigen. Koordinierungsstelle für den Sport im Ganztag ist in Aachen der Stadtsportbund. Er ist sozusagen das Scharnier zwischen Schulen, Schulträgern, Sportvereinen und den Trägervereinen der OGS. Der SSB ­koordiniert auch alle Sport-, Spiel- und Bewegungsangebote, die in der OGS stattfinden.

„Im Schuljahr 2013/14 haben wir alleine in Aachen 34 Grund- und Förderschulen bedient“, sagt Heiliger, „im kommenden Schuljahr werden es sogar 36 sein.“ Eine zentrale Rolle in diesem Angebot spielen natürlich die Sportvereine. 18 Vereine gestalteten im vergangenen Schuljahr OGS-Sport, fürs kommende Schuljahr haben 17 Vereine bereits verbindlich zugesagt, zwei weitere Vereine kommen sehr wahrscheinlich noch dazu.

Drüber hinaus beschäftigt der Stadtsportbund derzeit weitere 31 Übungsleiter. Und auch das reicht nicht aus, um die Nachfrage zu bedienen. Denn das „Wunschkonzert“ der Schulen ist vielstimmig, wie Heiliger erläutert. Vor den Sommerferien bereits haben die Schulen ihre Wünsche angemeldet, eine breitgefächerte Liste: Hockey, Abenteuersport, Basketball, Leichtathletik und sogar Trendsportarten wie Rope Skipping (flottes Seilchenspringen) stehen auf der Liste.

Absoluter Hit ist der Fußball. „Vielleicht hatte auch die Fußball-WM in Brasilien was damit zu tun“, sagt Heiliger. Im nächsten Schuljahr soll es allein 17 Fußball-Angebote in der OGS geben.

Wer Übungsleiter in der OGS werden möchte, muss vor allem natürlich sportbegeistert sein. Und er oder sie muss gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Trainingszeiten, das weiß auch Johanna Heiliger, sind allerdings eher unattraktiv: OGS-Sport findet immer nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr statt. „Wir hoffen, dass wir trotzdem alle Schulen bedienen können.“

Übungsleiter-C-Lizenz

Bewerber sollten die Übungsleiter-C-Lizenz vorweisen. „Gerne gesehen sind auch fachspezifische Trainerscheine“, sagt Heiliger. „Unter unseren Übungsleitern sind auch Sportlehrer, Pädagogen oder Menschen, die besonders Fortbildungen in dem Bereich absolviert haben.“ Vorlegen müssen Bewerber außerdem ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag.

Wer Übungsleiter in der OGS wird, sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, dass er unter anderen Bedingungen arbeitet als im Verein. Das fängt schon bei häufig beengten Räumlichkeiten an. Längst nicht immer steht eine Sporthalle zur Verfügung.

Eingestellt werden die Übungsleiter auf Honorarbasis, in der Regel immer für ein Schuljahr. „Auch wer nicht gleich zum Schuljahresstart am Start sein kann, sollte sich melden“, appelliert Heiliger. Studenten zum Beispiel wissen ja jetzt noch nicht, wie ihr Stundenplan im neuen Semester aussieht.

Johannes Baur ist ein halbes Jahr lang Übungsleiter in der Offenen Ganztagsschule gewesen. Der 19-Jährige absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Stadtsportbund. In dieser Zeit hat er die Übungsleiter-C-Lizenz erworben und dann ab Januar eine Sportgruppe an der Grundschule Am Römerhof in Burtscheid übernommen. Der Amateurfußballer hat mit den Kindern Fußball gespielt. Die Sache hat ihm viel Spaß gemacht. „Ich würde gerne weiter als Übungsleiter arbeiten“, sagt er. Natürlich nur, falls er zum Studium in Aachen bleibt.

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