Aachen - Dreiwöchige Aktion in der Citykirche: „Klagemauer”

Dreiwöchige Aktion in der Citykirche: „Klagemauer”

Von: Jule Klieser
Letzte Aktualisierung:
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Etliche Zettel hängen schon in der Citykirche. Eine „Klagemauer” aus 380 Steinen beschäftigt sich mit dem Thema Arbeitslosigkeit und Betriebsschließungen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. In der Citykirche St. Nikolaus, Kleinkölnstraße, steht für die kommenden drei Wochen eine „Klagemauer”. Sie ist vor allem denjenigen gewidmet, die ihren Arbeitsplatz verloren haben oder sich existenzielle Sorgen machen, weil Entlassungen drohen.

Einige Zettel hängen schon daran, und jeder kann in die Kirche gehen und seine Sorgen zumindest symbolisch dort lassen. Die Klagemauer ist Teil der Aktion „Gottes Wort am Menschenort” und startete im Januar in St. Barbara zum dritten „Jahrgedächtnis” der Werksschließung von LG Philips Displays. Deshalb besteht die Mauer aus 380 Steinen, einer für jeden der damals Entlassenen.

Die Klagemauer „soll eine Mahnung sein für die Verantwortlichen in Staat, Kirche und Gesellschaft”, erläuterte Anton Meyer, Vorsitzender des Katholikenrates, in seiner Ansprache bei der Eröffnungsveranstaltung. „Diese Mauer ist aber auch ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs in eine gerechtere Welt”.

Traurige Einzelschicksale

Meyer ist auch Mitglied des Netzwerks Kirche und Betrieb, das gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) die Klagemauer eingerichtet hat. Das Netzwerk engagiert sich bei drohenden Betriebsschließungen für die betroffenen Belegschaften und ihre Familien. Seine Mitglieder wissen von vielen traurigen Einzelschicksalen zu berichten.

Bei der Eröffnungveranstaltung, die auch gleichzeitig das in der Citykirche regelmäßig angebotene Stadtgebet war, wurde davon erzählt. „Betriebsschließungen sind keine Ereigniss, die wie ein Regenguss vorüber gehen. Sie sind tiefeinschneidende Erlebnisse.”
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