Aachen - Dreifaltigkeitskirche: Das Dach des Turms muss erneuert werden

Dreifaltigkeitskirche: Das Dach des Turms muss erneuert werden

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
Der Turm der Dreifaltigskeitsk
Der Turm der Dreifaltigskeitskirche ist eingerüstet. Das Turmdach ist marode. Es muss erneuert werden. „Gefahr war in Verzug”, sagt Pfarrer Mario Meyer. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Es wurde höchste Zeit. Da war schon Gefahr in Verzug”, erklärt Pfarrer Mario Meyer. Der Vorsitzende des Gesamtpresbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde erläutert, warum die Dreifaltigkeitskirche eingerüstet ist.

„Das Turmdach wird erneuert. Da hatten wir keinen Handlungsspielraum mehr”, sagt der Geistliche. Zurzeit überlegt die evangelische Kirchengemeinde Aachen, wie die künftige Nutzung des im Juli 1899 in Dienst genommenen Gotteshauses aussehen soll.

„Verstehen Sie bitte, dass ich mich zurzeit nicht darüber äußern möchte. Denn ein Nutzungskonzept muss in einem demokratischen Gremium mehrheitsfähig sein.”

Am 1. August 2006 wurde die Kirche stillgelegt. Zwar werden auch heute noch Schulgottesdienste für die Viktoriaschule abgehalten, auch Konfirmanten werden in dem Sakralbau erstmals zum Abendmahl zugelassen und ebenfalls an Weihnachten feiern die Protestanten in der Dreifaltigkeitskirche an der Zollernstraße die Geburt von Jesus Christus.

Historistischer Stil

Die Dreifaltigkeitskirche hat eine bemerkenswerte Geschichte hinter sich. Im sogenannten „historistischen” Stil erbaut, wurde die ehemalige Pfarrkirche im Inneren im Jugendstil gehalten. In der Nacht zum 14. Juli 1944 machten alliierte Bomber beinahe dem Gotteshaus den Garaus.

Die zu ihm gehörenden Gebäude, das im gleichen Stil wie die Kirche erbaute Pfarrhaus und das in der Herzogstraße liegende Gemeinde- und Küsterhaus wurden zerstört und nach dem Krieg auch nicht mehr aufgebaut.

Die Dreifaltigkeitskirche selbst muss nach dem Bombenangriff aus der Luft so ausgesehen haben wie ein hohler Backenzahn. Lediglich der Turm und die Umfassungsmauer waren stehen geblieben.

Frischen Mutes gingen die Gemeindemitglieder in der beginnenden Wirtschaftswunderzeit ans Werk und bauten wieder auf. Aber im bescheideneren Format. Auch, weil alles andere zu teuer gewesen wäre.

Kirchengebäude als Heimat

Nun hatten die Protestanten an der Zollernstraße wieder ein funktionierendes Gotteshaus, das ihnen eine geistige und geistliche Heimat bot.
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