Drei von vier Aachenern sind für Horst Köhler

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Dreiviertel der Stimmen aus Aachen sind dem Bundespräsidenten Horst Köhler am 23. Mai sicher.

Aus Sicht der örtlichen Delegation, die zur Bundesversammlung in Berlin reisen wird, wäre die Wiederwahl des Amtsinhabers somit eine klare Angelegenheit.

Ausschlaggebend dafür ist, dass die CDU insgesamt drei Delegierte aus Aachen benannt hat: Landesminister Armin Laschet, den Landtagsabgeordneten Rudolf Henke und den OB-Kandidaten Marcel Philipp.

Der vierte im Bunde ist Reiner Priggen, der für die Grünen dabei sein wird. Auf seine Stimme kann die SPD-Kandidatin Gesine Schwan zählen. SPD und FDP haben keine Delegierten aus Aachen benannt.

Hoch erfreut zeigt sich insbesondere Philipp, dessen Wahl zur Bundesversammlung auf seine OB-Kandidatur zurückzuführen ist.

Die CDU entsende gezielt OB-Kandidaten aus für sie wichtigen Städten nach Berlin, was auch als Beitrag zum Wahlkampf gewertet werden kann.

Keine Frage, dass Philipp für Köhler stimmen wird. „Ich bin nahezu begeistert vom jetzigen Amtsinhaber”, schwärmt er und ist überzeugt, damit auch die Mehrheitsmeinung der Aachener zu vertreten. „Ich stehe mit ganzem Herzen hinter ihm.”

Die gleiche Grundhaltung wird man Laschet und Henke unterstellen dürfen, die sich jedoch allesamt bereits auf mehrere Wahlgänge einstellen, denn das Stimmenverhältnis zu Köhlers Gunsten ist knapp.

Philipp ist jedoch überzeugt, dass der Amtsinhaber im dritten Wahlgang wiedergewählt wird. „Es wäre natürlich schöner, wenn es mit etwas mehr Glanz schon im ersten Wahlgang gelingen würde.”

„Längst nicht aussichtslos”

Der grüne Landtagesabgeordnete Reiner Priggen ist hingegen der Ansicht, dass am Ende Gesine Schwan die Nase vorn haben wird. „Sie ist noch besser als vor fünf Jahren”, sagt er, nachdem er noch in der vergangenen Woche eine Rede von Schwan gehört hat.

Es werde knapper als vor fünf Jahren, prophezeit er. „Sie ist mehr als die reine Zählkandidatin, ihre Wahl ist längst nicht so aussichtslos wie es scheint.”

Priggen fährt bereits zum dritten Mal zur Bundesversammlung. „Einmal Rau, zweimal Schwan, diesmal klappt´s”, ist er überzeugt.

Nordrhein-Westfalen schickt als bevölkerungsreichstes Bundesland 131 Delegierte zur Bundesversammlung, die nur für die Wahl des Bundespräsidenten alle fünf Jahre zusammentritt.

Sie setzt sich aus den Bundestagsabgeordneten und einer gleich hohen Zahl von Mitgliedern zusammen, die von den Landesparlamenten gewählt werden.
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