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Drei Varianten für den zweiten Bauabschnitt

Von: Nils Heinichen
Letzte Aktualisierung:
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Bäume erhalten oder mehr Parkplätze schaffen? Für die Einmündung Körnerstraße (links) und Limburger Straße stellte die Verwaltung jetzt in einer Bürgerinformation drei Varianten vor, die im Zuge der Erneuerung der Lütticher Straße (vorderer Bereich) umgesetzt werden könnten. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Anlässlich der laufenden Planungen zur Erneuerung des zweiten Abschnittes der Lütticher Straße (Limburger Straße bis Amsterdamer Ring) lud die Stadt Aachen zu einer weiteren Bürgerinformation in die Aula des Couven-Gymnasiums ein.

Nachdem der Ausführungsbeschluss für den ersten Abschnitt im März bereits gefasst wurde, steht nun die genaue Planung des zweiten Abschnittes der insgesamt drei Teilstücke umfassenden Baumaßnahmen der Bundesstraße an.

Dazu setzte Regina Poth, Abteilungsleiterin Straßenbau der Stadt Aachen, die Bürger über einen Vorentwurf in Kenntnis. Dieser sieht vor, eine Mittelinsel an der Bushaltestelle Franziskushospital einzurichten, die Fläche an der Einmündung Limburger Straße und Körnerstraße zu einer Grünfläche umzugestalten sowie die Straße des Abschnittes zu erneuern.

Für die Straßengestaltung präsentierte sie den zahlreich gekommenen Anwohnern drei Varianten, die sich jeweils hinsichtlich ihrer Anzahl von Bäumen und Parkplätzen unterscheiden. So könnten in den Varianten eins und drei alle vorhandenen Bäume erhalten werden, jedoch auf Kosten zahlreicher Parkplätze. In Variante zwei müssten 55 Bäume gefällt werden, das allerdings würde auch mehr Parkplätzen mit sich bringen. Die bauliche Umsetzung soll 2015 erfolgen.

Allerdings interessierte ein Großteil der Bürger in erster Linie die veranschlagte Kostensumme, da sie sich an den Kosten der Baumaßnahmen beteiligen müssen. So forderten sie einvernehmlich eine Aufführung der Kosten der einzelnen Varianten.

„Wir haben ein Recht auf eine Kostenaufstellung, und diese wird uns hier nicht geliefert“, monierte eine Bürgerin, nachdem Regina Poth keine konkreten Zahlen nannte. „Ich habe keine Zahlen hier. Der Diskussionsgegenstand ist aber auch die Gestaltung, nicht die Frage nach den Kosten. Der Betrag, der auf Sie zukommt, kann noch nicht benannt werden, da es alles unterschiedliche Grundstücke sind“, erklärte sie den Anwohnern. Der Kostenunterschied zwischen den drei Bau-Varianten sei jedoch „marginal“. Auf ausdrücklichem Wunsch der meisten Anwesenden wird die Summe der Gesamtkosten nachträglich ins Protokoll aufgenommen.

„Ihre Zahlenspiele sind nicht richtig“, befand ein anderer Herr, der vor allem mit der Aufführung der Anzahl von Parkplätzen nicht einverstanden war. „Die Parksituation hier ist eine Katastrophe“, berichtete er, „wo sollen die Autos hin, wenn noch mehr Parkplätze wegfallen?“ In allen drei vorgeschlagenen Varianten fielen zwischen 44 und 71 Parkplätzen weg, was vielen Bürgern übel aufstieß, so dass eine Dame vorschlug, die angestrebte Grünfläche für zusätzliche Parkmöglichkeiten zu nutzen. Es gebe in diesem Bereich ein Krankenhaus und eine Schule, hieß es, Parkplätze seien nötig.

„Wir brauchen eine neue Straße, das sehen wir ein, doch der Rest ist Luxus“, meinte ein Bürger und erntete mit dieser Äußerung viel Beifall. Eine Variante vier, ohne „Schickschnack“, um Kosten einzusparen, würde der Großteil der Anwohner vorziehen.

Jedoch waren nicht alle Bürger mit den Planungen der Stadt unzufrieden. Vereinzelt gab es auch Fürsprecher. „Wir kriegen eine Verschönerung unserer Straße“, hielt ein Mann seinen Mitbürgern vor, „was wollen wir denn mehr?“

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