Aachen - Drei Häuserblöcke und ein Hof als Mitte

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Drei Häuserblöcke und ein Hof als Mitte

Von: Lee Beck
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Preisverleihung an der FH: Prof. Horst Fischer, Marc Neycken und Hueseyin Demir (3. Preis), Benjamin Michel (1. Preis), Norbert Laufs (S-Immo, v. l.) hinter dem detailgetreuen Modell. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ein bisschen wie bei Germany‘s Next Topmodel war es schon, als bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Um die Ecke gedacht“ neun Masterstudenten der Fachhochschule zur Verkündung der Gewinner hereingebeten wurden. Insgesamt wurden vier Arbeiten prämiert, alle anderen gingen leer aus.

„So ist das auch im wahren Leben“, sagt Frank Hausmann, Mitglied des Preisgerichts. Die Studenten sollten den Raum an der Ecke Theaterstraße/Borngasse neu gestalten, der zum Teil S-Immo gehört.

Der Wettbewerb war für die Studenten sehr attraktiv, da es sich um einen realen Ort handelt, obwohl die Vorschläge vorerst nicht umgesetzt werden. „Gerade weil es um eine Ecke geht, war es wegen der Beleuchtung und Beschattung schon sehr schwierig“, sagt Gewinner Benjamin Michel. Der Wettbewerb ist aus der Kooperation zwischen S-Immo, der Immobilientochter der Sparkasse, und der Fachhochschule entstanden.

„Wir haben den Studenten die Aufgabe gegeben, sich zu überlegen was man aus dem Grundstück entwickeln kann, denn es hat sehr fruchtbare Impulse“, sagt Frank Fischer von der FH. Die weiteren Mitglieder der Jury waren Elke Ostenda, Architektin und Mitarbeiterin der S- Immo, Markus Sporer, Architekt, und Michael Graf Hoensbroech, Architekt und Teileigentümer des zu bebauenden Grundstücks.

Schlaflose Nächte

Insgesamt habe es sehr unterschiedliche Arbeiten gegeben, so Hausmann. Neben Benjamin Michel als Gewinner landeten Marc Neycken und Hueseyin Damir auf dem dritten Platz und Till Schmoll auf dem vierten Platz. Die Gewinner konnten sich insgesamt über ein Preisgeld von 2500 Euro freuen.

Benjamin Michels Arbeit ist einstimmig von der Jury gewählt worden, da es dem Ort eine eigene Prägnanz gebe, erklärt Hausmann. Der 28-Jährige selbst hat schon an mehreren Projekten teilgenommen. „ Für mich war es eine sehr interessante Aufgabe, weil ich das oft nicht wahrgenommene städtebauliche Potenzial der Theaterstraße nutzen und wecken wollte“, berichtet Michel.

Sein Entwurf, der einzige, der kein Hotel sondern öffentlichen Raum und Büronutzung vorsieht, besteht aus drei Blöcken. „Hof als Mitte“, war sein Gedanke, eine öffentliche Freifläche zu gestalten. Zwei Blöcke sind für Gewerbe und Einzelhandel vorgesehen und einer ist für Cafès und Restaurants gedacht. „Ich hatte viele schlaflose Nächte“, sagt Michel mit Blick auf sein sehr detailgetreues Modell und die Entwürfe.

„Wir sind begeistert von der Vielzahl von Möglichkeiten und ich bin froh, nicht in der Jury sein zu müssen, denn für mich war es schwer, einen Favoriten zu finden“, so Geschäftsführer Norbert Laufs. Die Entwürfe sind noch bis Montag, 22. Juli, in der Hauptstelle der Sparkasse, Friedrich-Wilhelm Platz, zu sehen.

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