Aachen - Drastische Fotos verderben Spaß an Qualmerei

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Drastische Fotos verderben Spaß an Qualmerei

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
Auch die SPD-Bundestagsabgeord
Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt unterstützt die Aktion gegen das Rauchen an der Gesamtschule Brand. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Bilder sind schockierend. Eine verschrumpelte Lunge, abgefaulte Finger, ein zerstörtes Gebiss... Zweifelsohne haben die Fotos eine abschreckende Wirkung.

Doch allein darauf wollten die Schüler der Gesundheits- und Pflegeschule des Luisenhospitals nicht setzen. Neben der Methode der Abschreckung nutzen sie auch die Aufklärung, um vor den Risiken und Folgen des Rauchens zu warnen.

Ihre Ausstellung wurde jetzt in der Gesamtschule Brand offiziell eröffnet. Dort können die Schüler mit einer speziellen Maske am eigenen Leib erfahren, wie schlecht ein starker Raucher nach jahrelangem Tabakgenuss atmen kann, oder welche Inhaltsstoffe in den Zigaretten enthalten sind: Von Teer, über Putzmittel bis hin zu Bestandteilen von Batterien. An den einzelnen Plakaten stehen angehende Pfleger bereit, um Fragen zu beantworten.

„Horrorbuch”

„Wer nicht raucht, kann das Leben genießen”, erklärte SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt bei der Ausstellungseröffnung. Das Beste sei, erst gar nicht damit anzufangen. Denn wer rauche, der stinke und verliere seinen Geschmacks- und Geruchssinn. In diesem Sinne hat sich das Lungenzentrum der Städteregion - ein Zusammenschluss der Fachabteilungen des Franziskushospitals Aachen, des Luisenhospitals Aachen und des Behlehem-Krankenhauses Stolberg - „Suchtprävention” auf die Fahnen geschrieben und die Ausstellung initiiert.

Die Plakatwände wurden von Schülern der Gesundheits- und Pflegeschule des Luisenhospitals gestaltet. Und die waren bei der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. „Je drastischer man den Schülern die Gefahren vor Augen führt, umso besser”, meint Hanif Alamizad. Und das sogenannte „Horrorbuch” mit den abschreckenden Fotos bleibt der Schule im Anschluss an die Ausstellung erhalten.

Laut Lungenzentrum kann sich jede Schule um die Ausstellung bewerben. Die Gesamtschule Brand hat den Anfang gemacht. Hier werden laut Lehrerin Claudia Kieper immer wieder Projekttage organisiert. Die Ausstellung habe gut ins Präventionskonzept gepasst.

Laut Lungenzentrum liegt das durchschnittliche Einstiegsalter der Raucher bei 13,6 Jahren. Je früher Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen begännen, desto schneller würden sie abhängig und könnten nicht mehr damit aufhören.

Die Ausstellung ist entsprechend ein Beitrag des Lungenzentrums zur Prävention.
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