Dr Fritz ist schon viele Jahre lang Anwalt

Von: Georg Dünnwald
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Vor 50 Jahren schloss er sein
Vor 50 Jahren schloss er sein erstes Staatsexamen ab. Vor 40 Jahren gründete Friedrich Schneider mit seinem Kollegen Elmar Willms an der Wilhelmstraße eine Anwaltssozietät. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Vor 50 Jahren schloss Friedrich Schneider sein Jurastudium an der Universität zu Köln, nachdem er 1958 sein Abitur am KKG (Kaiser-Karls-Gymnasium) gebaut hatte. Allerdings folgten noch ein paar Jahre Referendarzeit, nach denen dr Fritz, wie er von vielen Öchern genannt wird, als Rechtsanwalt zugelassen wurde.

Gerne erinnert sich Schneider an alte Zeiten. Beispielsweise als er die Macher des ersten und einzigen Aachener Pop-Festivals gegenüber dem altehrwürdigen ALRV (Aachen-Laurensberger Rennverein) vertrat.

Nach dem Spektakel, das im Soerser Reitstadion über die Bühne ging, „starteten die Verantwortlichen des ALRV den Versuch, die gesamte Umzäunung auf Kosten der Festivalveranstalter zu ersetzen”. Was aber gründlich misslang. Denn, den Vorwurf, die Zäune seien während der Konzerttage kaputt gemacht worden, konnten die ALRV-Granden nicht erhärten. Der junge Anwalt Fritz Schneider hatte, bevor er Gespräche mit den Reitersmännern aufnahm, vorsorglich alle Zäune fotografiert und somit deren Zustand Schwarz-Weiß dokumentiert.

Gemeinsame berufliche Zukunft

Vor 40 Jahren setzte er sich mit seinem Kollegen Elmar Willms zusammen, beide entschieden sich für eine gemeinsame berufliche Zukunft. Sie gründeten die Anwaltssozietät Friedrich Schneider und Dr. Elmar Willms und bezogen Quartier an der Wilhelmstraße.

Die Kanzlei wuchs schnell und hatte immer mehr Mandanten. Kein Wunder, dass sie sich vergrößerte und bald mehrere Anwälte beschäftigte. Fritz Schneider hat in seinem Leben viele Menschen verteidigt, die mit dem Gesetz in Konflikt kamen. Der Strafverteidiger vertrat vor allem jene vor Gericht, die einen guten Anwalt im Steuerstrafrecht brauchten. Da aber erzählt er keine Anekdötchen. Fälle und Mandanten gehen niemanden etwas an. Auch über seine anderen Schwerpunkte wie das Familien- und Erbrecht und das private Bau-und Architektenrecht schweigt sich Schneider aus. Zu privat sind diese Dinge. Allerdings: Er ist stolz darauf, so viele Jahre an der Rechtsfindung, wie es das Gesetz formuliert, teilgenommen zu haben. „Langweilig war meine Arbeit nie”, findet er.

Schon früh begannen er und sein Sozius Willms über organisatorische Fragen nachzudenken. „Wenn man montags in die Kanzlei kam, lagen so viele Fachzeitschriften und Fachaufsätze auf dem Schreibtisch, dass man eine Woche gebraucht hätte, um die durchzulesen.” Also teilten die beiden Herren der Kanzlei ihre Arbeit in Dezernate auf, die die einzelnen Anwälte bearbeiteten. „Wir waren die Mitschöpfer der größeren Anwaltsgemeinschaften”, erinnert er sich.

Sie begannen schon Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit der notwendigen Aufteilung. Zum 1. Januar 2002 übernahm die jungen Anteilsnehmer Norbert Kanand, Erich Heck, Michael Kirsch und Christiane Willms als Geschäftspartner die Kanzlei, Später kam noch Friedhelm Steinbusch dazu. Friedrich Schneider und Elmar Willms hielten dem Anwaltsbüro jedoch als Namensgeber und freie Mitarbeiter innerhalb der Kanzlei die Treue,

Zurzeit arbeiten 17 Anwälte in der Gemeinschaft. „Wir sind regional geprägt”, erläutert der 51-jährige Michael Kirsch. Er erklärt damit die Anwalts-Filialen in Geilenkirchen, Düren und Würselen.

„Die Welt der Anwälte hat sich stark verändert”, sagt Kirsch. Im Jahr 2002 wurde nicht nur der Euro als Zahlwährung für den Normalbürger eingeführt, auch das Recht änderte sich. „Anwälte durften ab sofort überall in der Republik an Gerichten auftreten, davor war das auf den eigenen Landgerichtsbezirk beschränkt”, erinnert sich Kirsch.

Auch vor den Oberlandesgerichten durfte ab sofort jeder zugelassene Anwalt seine Mandantschaft vertreten. „Deshalb sind beispielsweise unsere Arbeitsrechtler ständig unterwegs und an den verschiedensten Arbeitsgerichten tätig”, sagen Kirsch und Schneider. Und die Bereitschaft zu klagen, sei gestiegen. Wegen der Rechtsschutzversicherungen.
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