Aachen - Dornröschen poetisch und märchenhaft inszeniert

CHIO-Header

Dornröschen poetisch und märchenhaft inszeniert

Von: Heike Nelsen-Minkenberg
Letzte Aktualisierung:
6775241.jpg
Eine poetische Inszenierung: Die Zuschauer hatten genug zum Staunen, jede Menge Ballerinen, ein hübsche Prinzessin, eben alles, was das Kinder- und vor allem das Mädchenherz begehrt. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Kein bisschen verschlafen, sondern poetisch und gleichzeitig modern, märchenhaft und trotzdem spannend kommt das „Dornröschen“ in der Inszenierung von Carla Brettschneider und Elke Braun daher. Mit 40 Reitern, Pferden und noch mehr Tänzerinnen und Tänzern wurde die Märchenprinzessin am Wochenende wachgeküsst.

Neben den Akteuren der Tanzwerkstatt Brettschneider und der Reitschule Braun waren die Aachener Stadtreiter, der Reitverein Aachen, die Showtanzgruppe TN Boom und das Figurentheater „Pantao“ mit von der Partie. Letztere verliehen dem Abend ein besonderes Flair.

Ob als Schwanenfee, als Traumlichtträger, als Sonne oder Nachtfee – jedes Mal ging ein Raunen durch das Publikum, wenn wieder einer dieser aufwendigen, traumhaft ausgestatteten Stelzenläufer die Halle betrat.

Auch die übrigen Kostüme waren sehr aufwendig, stimmig zueinander passend, mit vielen Elfenflügeln, Glitter und Flitter. Ungewohnt für die Pferde, die sich aber in den drei Monaten Probezeit gut an die ungewöhnlichen Erscheinungen gewöhnt haben, ebenso wie an die Lichtregie. Keine Panne, keine Fehler, und kaum ein scheuendes Pferd.

Um dem Zusammenspiel von Pferden und Ballett inhaltlich gerecht zu werden, haben Braun und Brettschneider das klassische Märchen durch ein paar Szenen angereichert, die sich aber alle organisch in den Ablauf fügten.

Seien es die Stadtreiter, die als „Soldaten der Königin“ mit einer Quadrille entlang den Grenzen des Reiches patrouillierten oder die kleinen Zirkuskünstler, die Prinzessin Dornröschen zu ihrem dritten Geburtstag überraschten. Schön auch die Idee, Dornröschen in verschiedenen Lebensaltern zu zeigen. Als Dreijährigen süßen Lockenkopf, der sich so gerade auf seinem Shetland-Pony festhalten kann, als Achtjährige, die sich auf einen Tanz mit der Nachtfee trifft – und als Sechzehnjährige, die durch ihr reiterliches Können und ihre gesamte Ausstrahlung das Publikum komplett in ihren Bann schlägt.

Zweistündige Aufführung

Überhaupt waren die Zuschauer sehr ruhig, lauschten und beobachteten gespannt – erstaunlich bei den vielen kleinen Gästen. Aber die hatten ja auch genug zum Staunen – Pferde, Ballerinen – alles, was das Kinder- und vor allem das Mädchenherz begehrt.

Entsprechend war nach der knapp zweistündigen Aufführung die Resonanz der Zuschauer: Die siebenjährigen Zwillingsschwestern Pia und Anna Vandenberg reiten selbst seit einem halben Jahr und „fanden die Pferde am besten.“

Die achtjährige Alina Bensack aus Aachen ist zwar auch Pferdefan, ihr gefielen aber vor allem die Ballettszenen – am besten die Szene, „in der Dornröschen wieder aufgewacht ist“. Das Happy End also, das in einer großen Walzerseligkeit noch einmal alle Akteure – allerdings ohne Pferde – auf der Bühne versammelte und in einem grandiosen Applaus endete.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert