Domsingschule wertet historische Stätte auf

Von: dd
Letzte Aktualisierung:
domsing_bu
Nun lernen auch Mädchen an der Domsingschule. Still waren die sonst lebhaften Kinder während der Einsegnung ihres Klassenraums durch Dompropst Poqué. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der jüngst gestorbene ehemalige Dompropst Hand Müllejans hätte sich sicherlich königlich gefreut, denn bei der Terminbestimmung war extra auf seinen Kalender Rücksicht genommen worden. Am Donnerstag, am späten Nachmittag, wurden in der Domsingschule an der Ritter-Chorus-Straße das umgebaute Foyer und vier neue Klassenräume eingesegnet. Rund 1,3 Millionen Euro wurden verbaut.

Finanziert wurde das Ganze aus einem Vermächtnis. Eine Glasfront ab der ersten Etage bildet jetzt eine markante Ansicht zum gegenüber liegenden Verwaltungsgebäude Katschhof. Neugierige können den Domsingschülern jetzt beim Lernen zugucken, die durchaus in die Lage versetzt sind, die Blicke zu erwidern.

Stolz eröffnete Domsingschulleiter Gerhard Dünnwald die Feierstunde, in deren Verlauf Dompropst Helmut Poqu, sein Vorgänger Herbert Hammans, der „Canonicus senior” August Peters und Domkapitular Hans-Günther Vienken die neuen Räume weihten und die Kruzifixe die an der Stirn der Klassenräume angebracht sind, segneten.

Trompeten erklangen, klare helle Jungenstimmen stimmten ein geistliches Lied an, dem „Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst” - von allen Anwesenden gesungen - folgte. Dompropst Poqu verglich die Dächer des Doms, des Kreuzgangs und der umgebauten Schule mit einer Dachlandschaft, „geradewegs so, wie Gottes schützende Hand”. Den Schülern sagte der Geistliche: „Ihr seid hierher gekommen, um zu lernen, aber auch, um Gemeinschaft zu erfahren.”

Aufgeregt trippelten die Kinder, der Klassenräume eingeweiht werden sollten, von einem Fuß auf den anderen. Und endlich war es soweit. Stolze junge sechs- und siebenjährige Damen aus der ersten Klasse waren dabei, als Poqu ein Kruzifix aufhängen ließ und den Raum mit geweihtem Wasser besprühte.

Die Jungen der ersten Klasse amüsierten sich prächtig, als Domkapitular Peters sie noch einmal kräftig mit Weihwasser segnete. „Mehr, mehr”, riefen sie begeistert.

Im Klassenraum des zweiten Schuljahres (Jungen) ist das Kruzifix aufgehängt, unter dem Dompropst Müllejans gestorben ist. „Zur Erinnerung an ihnÓ, erklärte Dünnwald. Er teilte mit, dass an seiner Schule derzeit 162 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die Zahl wird wachsen, auf über 200. „Weil wir jetzt auch Mädchen aufnehmen”, so Dünnwald. „Jungen und Mädchen werden bei uns allerdings getrennt unterrichtet.”

Für Dünnwald ist beim Umbau der Schule eine architektonische Glanzleistung vollbracht worden, „die das Stadtbild an dieser historischen Stätte aufwertet”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert