Aachen - Domsingschüler treffen Kaiser Karls Gefährten

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Domsingschüler treffen Kaiser Karls Gefährten

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Reise ins Mittelalter: In einem spannenden Musical erzählen die Domsingschüler von den Anfängen ihrer Schule. Sie singen und schauspielern selbst – und machen so Geschichte lebendig. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mit einer spannenden Zeitreise entdecken die Schüler und Schülerinnen der Domsingschule derzeit die Zeit Karls des Großen. Das 60-minütige Musical „Kaiser Karls Lausbuben“ von Irma und Martin Wüller ist das Projekt zum Karlsjahr und führt die Mädchen und Jungen von der Schulbank in die Zeit des großen Herrschers.

In der Pause geht eine Scheibe zu Bruch. Auf der Flucht vor dem rasenden Hausmeister verstecken sich die Domsingschüler hinter einer geheimnisvollen Türe im Kreuzgang des Doms.

Plötzlich gibt es eine Menge Lichteffekte: Die Kinder wurden mehr als 1000 Jahre zurückversetzt, finden sich in der Zeit Karls des Großen wieder und machen eine dort großartige Entdeckung in der Schola Palatina. Sie treffen auf Alkuin und Sulpicius, erfahren, dass der in ihrer Zeit längst verstorbene Karl ihre Schule gründete. Zufälligerweise heißt auch einer der sieben zeitreisenden Domsingschüler Karl.

Die Uraufführung widmet sich den Anfängen der Schule im Mittelalter. Schon zur Zeit Karls des Großen gab es nämlich zwischen Palast und Marienkirche eine Schule. Dort wurden junge Menschen in den sieben Künsten unterwiesen, zu denen auch der Gesang zählte. Eine spannende Geschichte entwickelt sich. Schauspieler und Sänger zugleich sind die Jungen und Mädchen, die in die Rollen ihrer mittelalterlichen „Kollegen“ schlüpfen. Regisseurin Tatjana Jurakowa-Faber hat kurzweilige Unterhaltung geschaffen, es wird keine Minute langweilig.

Insgesamt spielen rund 80 Kinder in zwei Besetzungen. Das Musical wird live begleitet von einer Band unter der Leitung von Domorganist Professor Michael Hoppe. Die mittelalterlichen Kostüme hat der kürzlich verstorbene Schneider und Designer Christophe Thouet entworfen und mit Müttern der Theater-Kinder genäht. Vor allem die in vielen Farben angefertigten Schulumhänge punkten beim Publikum. Das prachtvolle Bühnenbild wurde von der Aachener Künstlerin Tanja Rauschtenberger mit dem Ehepaar Wüller und Schülervater Dirk Wolff entworfen.

„Wir glauben, dass sich Jung und Alt an dem Stück erfreuen, zum einen wegen der mitreißenden Musik, zum anderen weil die Geschichte auf unterhaltsame Art viele interessante Details enthüllt“, sagt Schulleiterin Irma Wüller. Es gehe um die Zeit Karls des Großen und seine Vorstellung von Bildung. „Alle, die sich mit der Domsingschule verbunden fühlen, werden sicher nicht die Parallelen der alten Schola Palatina zu unserer heutigen Schule übersehen.“

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