Dokumentarfilm „Woher kommst du?“: Auf Spurensuche im heiligen Land

Von: gei
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Der israelische Palästinenser hat an der RWTH Informatik studiert. Nun stellt er sein Filmdebüt „Woher kommst du?“ vor. Am Freitag ist es erneut in der KHG zu sehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. So einfach, und doch so schwierig: „Woher kommst du?“ hat Wisam Zureik seinen Film betitelt, in dem er einer Frage nachgeht, die auch ihn seit vielen Jahren beschäftigt. Der in Israel geborene Palästinenser gehört jener Minderheit an, die um ihre Identität ringt und nicht recht weiß, wo denn nun die eigenen Wurzeln sind.

Zureik kam 2005 nach Aachen, um an der RWTH Informatik zu studieren. Er entdeckte seine Leidenschaft für den Film und studiert seit 2010 Mediendesign in Köln. Sein Dokumentarfilm „Woher kommst du?“ entstand als Abschlussarbeit und ist ein ebenso spannendes wie bewegendes Filmdebüt, das sehr persönliche, aber eben auch hoch politische Geschichten erzählt. Der 28-Jährige lässt in seinem Film zahlreiche arabische Israelis zu Wort kommen, die sich einerseits freuen, in einer Demokratie leben zu können, die andererseits aber doch vielfach als „Menschen zweiter Klasse“ behandelt werden. Rund 20 Prozent der Israelis gehören der arabischen Minderheit an – und viele fühlen sich in dem jüdischen Staat diskriminiert, wie Zureik zeigt.

Der frisch gebackene Absolvent der Rheinischen Fachhochschule Köln hat bereits bei der Filmpremiere Anfang Dezember im Super C höchstes Lob für sein ebenso sachliches wie berührendes und eindringliches Werk erhalten. Am Freitag, 17. Januar, haben die Zuschauer nun erneut Gelegenheit, Zureik bei seiner filmischen Spurensuche nach den eigenen Wurzeln in Israel und Palästina zu begleiten.

Der knapp 45-minütige Dokumentarfilm „Woher kommst du?“ wird ab 19 Uhr im Saal der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), Pont­straße 74-76, gezeigt. Begleitend zur Filmvorführung gibt es Livemusik von Raed Khoshaba auf dem klassischen arabischen Saiteninstrument Oud und ein arabisches Büffet. Karten (10/5 Euro) sind im Chico Mendes, Pontstraße, oder im Sekretariat der KHG erhältlich.

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