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DJK Frankenberg feiert das 100-jährige Bestehen

Von: Martina Stöhr
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Stolz auf das runde Jubiläum
Stolz auf das runde Jubiläum der DJK Frankenberg im Berlinsaal des Marienhospitals: Langjährige Mitglieder
des Vereins erhielten eine Auszeichnung. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Einem 77-Jährigen die Festrede anzuvertrauen, was hat das mit Jugendkraft zu tun?”, scherzte Alt-Oberbürgermeister Kurt Malangré, seit 1951 Mitglied, als die DJK Frankenberg, die die Jugendkraft im Namen führt, jetzt ihren 100. Geburtstag feierte.

Doch dann kam er zu dem Schluss, dass man sich eben diese Jugendkraft auch im Alter noch bewahren kann. Was es brauche, seien neue Aufgabestellungen, und sei es nur, die Zeitung hereinzuholen. Mit viel Witz und Humor stimmte Malangré die Gäste auf die Jubiläumsfeier ein. Und verwies dabei auch auf die Geschichte des Vereins, die sich als Erfolgsgeschichte mit Unterbrechungen entpuppt.

1912 als „Jünglingsverein” gegründet, brachte kurz darauf der Erste Weltkrieg alle Aktivitäten zum Erliegen. 1920 ging die DJK Frankenberg erneut an den Start. „Dahinter verbarg sich die Absicht, Kinder stark zu machen und ihnen eine Perspektive im Sport zu geben”, so Hans Martin Lützenburg, Vorsitzender des Vereins. Doch schon zehn Jahre nach der Gründung gab es Diskussionen über das „mangelnde religiöse Interesse” der Sportler. Das führte sogar zu einer vorübergehenden Auflösung des Vereins.

Anfang 1934 wurden der DJK-Verband und seine Vereine durch die Nationalsozialisten verboten. 1948 wurde er neu gegründet. Initiator war dabei der damalige Kaplan der Pfarre Herz Jesu, Hugo Baurmann. Er wollte den jungen Menschen nach den Jahren des Schreckens christliche Lebensperspektiven nahe bringen. Christliche Überzeugungen spielen auch heute noch eine große Rolle im Verein. So ist es laut Jubiläumskalender das Ziel, „Sportlern und Sportlerinnen vom Kindesalter an christliche Werte im gemeinsamen Sport erlebbar zu machen”. Und neben dem Sport spielen die Beachtung christlicher Grundsätze im menschlichen Miteinander, Fairness, Ehrlichkeit, gegenseitige Achtung, Respekt, Rücksichtnahme sowie der Schutz und die Stärkung des Schwächeren eine wesentliche Rolle.

Heute bietet der Verein neben der Leichtathletik eine große Vielfalt an Angeboten: Basketball, Damengymnastik, Kindersport, Radsport, Rehasport, Schwimmen, Tischtennis und Volleyball. Rund 800 Mitglieder verteilen sich auf die einzelnen Abteilungen. Diejenigen, die am längsten dabei sind, wurden während der Jubiläumsfeier ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden Ernst Kogel und Paul Kloep für ihre großen Verdienste vom DJK-Verband geehrt. Christian Büscher bekam die Silberne Sportehrennadel für seine sportlichen Erfolge.
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