Aachen - Ditib-Gemeinde fastet zum letzten Mal im Provisorium

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Ditib-Gemeinde fastet zum letzten Mal im Provisorium

Von: dd
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Die neue Moschee an der Stolbe
Gegenüber des Geschwister-Scholl-Gymnasiums entsteht an der Stolberger Straße das Yunus-Emre-Zentrum der türkisch-islamischen Gemeinde. Die Zeiten des Provisoriums sind bald vorbei. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das wird das letzte Jahr sein, in dem die Muslime der Aachener Ditib-Gemeinde Yunus Emre den Ramadan, die Fastenzeit der Muslime, in einem Provisorium begehen müssen. An der Stolberger Straße wächst und wächst die neue Moschee zu einem durchaus mächtigen Bau heran. Und bald soll auch Richtfest gefeiert werden.

Doch ab Freitag heißt es für die gläubigen Muslime zu fasten. Das heißt, dass sie zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder etwas essen noch trinken dürfen. Auch das Rauchen ist verboten. Alte, Kinder, Kranke und auch Reisende sind vom Fasten allerdings befreit. Am Freitag ist der erste Fastentag, am 18. August der letzte, am Sonntag, 19. August, ist das sogenannte Fastenbrechen. Das Fasten dauert meist 30 Tage, sein Beginn und sein Ende werden nach dem Mondkalender bestimmt.

Weil die Monate des Mondkalenders kürzer als die Sonnenkalendermonate sind, verändert sich ständig der Zeitpunkt des Ramadanfastens. Der Ramadan ist neben dem muslimischen Glaubensbekenntnis, dem fünfmaligen Tagesgebet, dem Almosengeben und der Pilgerfahrt nach Mekka ein Grundpfeiler des Islam. Die muslimische Überlieferung besagt, dass der Koran dem Propheten des Islam, Mohammed, im Ramadan offenbart wurde. Das macht den Ramadan zu einem besonderen Monat, auch für die Öcher Muslime. Der eigentliche Grund, in diesem Monat zu fasten, ist für die Muslime jedoch das Gebot des Korans. Da der Koran von den gläubigen Muslimen als die Wahrheit aufgefasst wird, werden seine Vorschriften, so auch das Gebot, im Ramadan zu fasten, aufs Genaueste befolgt.

Besuche bei Verwandten

An den Ramadanabenden betätigen sich die Gläubigen sozial. In dieser Zeit besuchen sie Verwandte und Freunde, viele machen abends einen Spaziergang mit der ganzen Familie.

Die letzten zehn Tage im Ramadan sind besonders wichtig, weil an einem dieser Tage die koranische Offenbarung begann. Und da nicht genau bekannt ist, an welchem Tag das genau war, wird sich während der zehn Tage intensiv dem Gebet hingegeben.
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