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Diskussion um Sandhäuschen geht weiter

Von: Jule Klieser
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Rund 20 Laurensberger demonstrierten am Mittwoch vor Beginn der Bezirksvertretungssitzung Laurensberg gegen den aktuellen Bebauungsplan des Familienzentrums auf dem Laurentiusberg. Foto: Martin Ratajczak

Laurensberg. Gut 20 Laurensberger hatten sich vor Beginn der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch vor dem Bezirksamt eingefunden, um gegen den Bebauungsplan für das Familienzentrum auf dem Laurentiusberg zu demonstrieren.

In der Fragestunde für Einwohner löcherten sie die Bezirksvertreter mit Fragen, bei denen sie ihr Missfallen über die derzeitige Planung ausdrückten.

Sie wollten erreichen, dass der Tagesordnungspunkt so lange verschoben wird, bis von OB Marcel Philipp ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit und zur Verkehrssituation vorliege. Es gebe zunächst einen Gesprächstermin mit Philipp am Freitag, sagte Hermann-Victor Johnen, Sprecher der Bürgerinitiative Laurentiusberg.

Die ausgiebige Diskussion zwischen den Parteien anschließend drehte sich hauptsächlich um den im Familienzentrum geplanten Versammlungsraum. Die SPD-Fraktion findet, dass 50 Quadratmeter viel zu klein sind, weil die Laurensberger Vereine einen großen Versammlungs- und Veranstaltungsruam bräuchten. Deshalb präsentierte SPD-Sprecher Hans Günter Sittard eine Idee, wie man das geplante Gebäude anders bauen könnte, damit ein Saal darin Platz hätte.

Grüne: Räume sind vorhanden

Dem widersprachen die Grünen heftig. „Ein Anbau von zwei Metern kostet mehr als ein paar Euro, und wir haben mit der jetzigen Planung einen mächtigen Gewinn”, sagte Karin Schmitt-Promny. Sie verwies auf vorhandene Räumlichkeiten im Stadtteil, die für Versammlungen geeignet seien wie die Aula des Schulzentrums, die alte Schule in Orsbach oder die Säle von zwei Alteneinrichtungen. Orsbach sei zu weit weg, die Aula werde nur von der Feuerwehr genutzt, hielt Sittardt dagegen. Außerdem würden einige Veranstaltungen vormittags stattfinden.

Der Raum in der 1. Etage des Familienzentrums sei so nicht nutzbar, stellte auch Christian Krenkel (CDU) fest, „Zu sagen, alles ist super, wäre ein falsches Signal”. Die Grünen zeigten sich überrascht, dass jetzt noch so viel debattiert würde. Sie waren der Ansicht, dass vor der Sommerpause ein Konsens bestanden hätte. Schließlich beantragte Henner Clasen (CDU) die Vertagung des Tagesordnungspunktes. „Es gibt noch zuviel Gesprächsbedarf”. Der Punkt wurde vertagt. Als nächstes berät der Kinder- und Jugendausschuss am 23. September über die Sache.
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