Aachen - „Diploma“: FH-Designer stellen ihre Abschlussarbeiten aus

„Diploma“: FH-Designer stellen ihre Abschlussarbeiten aus

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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„Inklusion“ hat Sarah Schröder ihre Arbeit zum Thema Tätowierungen genannt. Dabei stellt sie die Menschen in den Mittelpunkt und stellt vorhandene Vorurteile infrage. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein Sonnenplatz für ihre Wasserschildkröte: Davon hatte Irina Empter schon seit langem geträumt. Jetzt stellte sie auf der Diploma-Ausstellung der Abschlussarbeiten im Produktdesign und Kommunikationsdesign der Fachhochschule am Boxgraben ihre Version vor.

Die besteht aus miteinander verzahnten Plastikmodulen, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Und ihre Schildkröte daheim ist von dem Sonnenplatz mit Wärmelampe angetan. Das hat die Nachwuchsdesignerin schon ausprobiert.

Überraschend, unterhaltsam und auch provokativ seien die Einblicke in die gestalterischen Lösungsmöglichkeiten zukünftiger Herausforderungen, meint Professor Christoph Scheller. Und tatsächlich liefern seine Studenten gleiche eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Projekten.

Sarah Schröder hat in ihrer Arbeit „Inklusion“ tätowierte Menschen unter die Lupe genommen. Ihrer Meinung nach sind es offene, liebe und sehr tolerante Menschen. In ihrer Dokumentation gibt es Infos zum Ursprung der Tätowierungen, Bilder und jede Menge Anregungen, um vielleicht vorhandene Vorurteile über Bord zu werfen. Auch Menschen, die sich in einer Selbsthilfegruppe organisieren, werden allzu schnell über einen Kamm geschoren, meint Kathrin Esser. Sie hat eine ganze Reihe von Portraitaufnahmen gemacht, die kommentarlos im Raum stehen. Der Betrachter soll entscheiden, welcher Selbsthilfegruppe die Portraitierten angehören könnten. Interviews werden mit den Bildern in einem Buch zusammengefasst. „Über Selbsthilfegruppen gibt es viele Klischees“, meint Esser. Und es gebe eine Vielzahl von Erkrankungen, die gemeinhin völlig unbekannt seien.

Die fliegende Kamera von Andreas Sporner setzt zum einen auf modernes Design, zum anderen auf eine hochqualitative Kamera. Im Unterschied zu anderen mit Kameras ausgestatteten Drohnen verfolge sein Modell ein Zielobjekt und filme es dabei, sagt Sporner. Der Fokus liegt hier auf der Qualität der Bilder.

Janina Schmitz hat einen interaktiven Erfahrungsraum konzipiert, bei dem die Chronobiologie im Mittelpunkt steht. Wie wirken äußere Einflüsse auf unsere innere Uhr, ist dabei die zentrale Frage. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in einem Raum vermittelt, der die innere Ruhe des Menschen stärken soll.

Viel Zeit

Ein Leitfaden, wie man in acht Schritten kreativ werden kann, ein Board, das auf der Straße, im Schnee und auf dem Wasser tauglich ist, ein Magazin, das sich mit unserem Essverhalten auseinander setzt, die Beschäftigung mit der Erderwärmung und seinen Folgen, eine Maschine, die sich auf einfache Art den Bedürfnissen des Menschen anpasst und vieles mehr gibt es am Boxgraben zu sehen. Der Betrachter braucht viel Zeit, um all die kreativen Abschlussarbeiten gebührend zu würdigen.

Die Ausstellung ist nur noch am Samstag von 11.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.

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