„Dienst ist ideal zur Berufsorientierung“

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Josua Thimm weiß nach einem Jahr „Malteser“ nun sicher, dass er Medizin studieren will.
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Katharina Zölsch hat sich im Berufsfreiwilligen-Jahr endgültig für den Lehrerberuf entschieden. Foto: René Küpper

Aachen. Der zweite „Bufdi“-Jahrgang blickt zurück Im Sommer 2011 löste der neue Bundesfreiwilligendienst die Wehrpflicht ab. Zwei Freiwillige der Malteser in Aachen sagen: „Der Bundesfreiwilligendienst ist ideal zur Berufsorientierung“

Positives Fazit

Beim Malteser Hilfsdienst in Aachen haben im vergangenen Jahr 14 junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beziehungsweise den neuen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Die Mehrzahl zieht ein positives Fazit, so auch Josua Thimm und Katharina Zölsch.

Josua Thimm wollte nach dem Abitur Medizin studieren. Doch schnell war klar, dass der Berufswunsch nicht sofort zu realisieren war. „Ich wollte die Zeit überbrücken, Einblicke in die Medizin gewinnen und nicht zuletzt Geld verdienen“, war für den den 21-jährigen Aachener klar. Er entschied sich für ein FSJ beim Malteser-Hilfsdienst und übernahm dort eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Krankentransport und im Rettungsdienst sowie im sozialen Hintergrunddienst des Hausnotrufs.

Die Kosten für die fachliche Ausbildung von Josua Thimm übernahmen die Malteser. Thimm sieht weitere Vorteile: „Ich habe in dieser Zeit viel medizinisches Know-how gelernt. Und ganz viel über mich selber.“ Vor allem der Umgang mit alten und behinderten Menschen habe ihn persönlich weitergebracht. Dazu hätten auch die pädagogischen Seminare beigetragen, zu denen sich die jungen Freiwilligen viermal für jeweils eine Woche in der Aachener Jugendherberge getroffen haben. „Ich war ein wenig voreingenommen“, meint der 21-Jährige. „Aber musste ich meine Meinung ändern. Mich ganz bewusst selber wahrzunehmen, zu präsentieren, aber auch von den anderen Teilnehmern in der Gruppe zu lernen, das war sehr bereichernd.“

Berufswunsch ganz sicher

Nach Abschluss des freiwilligen Jahres bleibt Josua Thimm den Maltesern und dem Berufsfeld verbunden. Mittlerweile befindet er sich in der Ausbildung zum Rettungsassistenten und kann sich gut vorstellen, diese Arbeit vorläufig weiter zu machen, bis es mit dem Medizinstudium klappt. Denn sein Berufswunsch Arzt ist jetzt ganz sicher.

Ganz ähnlich erging es Katharina Zölsch. Die 19-jährige Stolbergerin wollte mit ihrem Freiwilligendienst herausfinden, ob sie mit dem Berufsziel Lehrerin richtig liegt. So fiel ihre Wahl auf die Erste-Hilfe-Ausbildung an der Malteser-Schule Aachen. Nach der entsprechenden Ausbildung organisierte sie Erste-Hilfe-Kurse und vermittelte sie in Betrieben und Schulen auch selbst.

Rückblickend stellt sie fest: „Die positiven Rückmeldungen der Kursteilnehmer, aber auch meiner Chefs und Kolleginnen haben mich darin bestärkt, Lehrerin zu werden. Zudem bin ich selbstbewusster und eigenständiger geworden.“ Eine positive Erfahrung seien auch neue Freundschaften, das tolle Arbeitsklima und der gute Austausch mit den anderen Teilnehmern der pädagogischen Seminare gewesen. „Am Ende meines freiwilligen Jahres“, sagt Katharina Zölsch, „bin ich ein bisschen traurig, dass es vorbei ist. Es hat mir super viel Spaß gemacht. Ich möchte diese Zeit nicht missen.“

Katharina Zölsch und Josua Thimm übergeben die Staffel nun an ihre Nachfolger: Ob im Rettungsdienst, beim Hausnotruf oder bei der Erste-Hilfe-Ausbildung – ein Freiwilliges Soziales Jahr beziehungsweise ein Bundesfreiwilligendienst ist bei den Maltesern in Aachen in vielen Bereichen möglich.

Ute Wallraven-Achten, Leiterin des Fachbereichs Pädagogische Begleitung Freiwilligendienste an der Malteser-Schule Aachen, weist darauf hin, dass die Freiwilligen für eine Vollzeittätigkeit ein monatliches Taschengeld einschließlich Verpflegungskostenzuschuss von 450 Euro erhalten und der Arbeitgeber alle Sozialversicherungsleistungen übernimmt.

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