Aachen - Die Windrose steht wieder auf ihrem Platz

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Die Windrose steht wieder auf ihrem Platz

Von: Christopher Gerards
Letzte Aktualisierung:
Freuen sich über die neue Win
Freuen sich über die neue Windrose auf dem Brander Wall: Willi Eschweiler, Willi Braun, Herbert Henn, Herbert Bücher, Marianne Krott, Elmar Zantis und Wolfgang Müller (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Willi Eschweiler freut sich. „Es ist wieder wie vor zwei Jahren”, sagt der Vorsitzende des Brander Bürgervereins. Auf dem Brander Wall, dem höchsten Punkt im Stadtbezirk, steht wieder eine Windrose.

Sie zeigt die Richtung und Distanz zu einigen bekannten Fleckchen in Aachen an, gesponsert hat sie die Aachener Bank. Doch etwas ist anders als vor zwei Jahren, die neue Windrose besteht aus schwarzem Marmor.

Und das hat seinen Grund. Denn eigentlich hatte schon seit 2006 eine Windrose auf dem „Gipfel” gestanden, damals aus Bronze. Doch im Juli 2009 brachen dreiste Metalldiebe das gute Stück einfach aus dem Befestigungsstein heraus und nahmen es mit - trotz der Masse von satten zwei Zentnern. Selbst das Stiftungsschild unterhalb der Windrose musste dran glauben. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur, vom alten Exemplar natürlich auch.

Es lohne sich jetzt aber nicht mehr, die neue Windrose herauszubrechen, ist sich Bezirksbürgermeister Herbert Henn sicher. Schließlich sei der schwarze Marmor - im Gegensatz zur Bronze des Vorgängermodells - kein verwertbares Material.

Dass auf dem neuen Exemplar weniger Punkte angegeben sind, stört Henn derweil nicht: „Weniger ist mehr”, sagt er und lacht. Und ihren Zweck erfülle sie auch so: „Wenn man den höchsten Punkt erreicht, hat man wieder eine bessere Orientierung.” Steinmetzmeisterin Anja Bücken, Mitglied im Bürgerverein, hat alle Orientierungspunkte kostenlos eingraviert. Bis zum Dom etwa sind es laut Windrose 5,4 Kilometer, bis zum Uniklinikum 7,9.

Zahlen über Zahlen, doch auf eine sind sie in Brand besonders stolz: 271,9 Meter nämlich liegt der „Gipfel” des Walls über dem Meeresspiegel - und damit gut fünf Meter über dem des Lousbergs.

Allerdings existiert das Mini-Gebirge an der A 44 noch nicht so lange wie der sagenumworbene Teufelsberg. 2006 offiziell eröffnet, zuvor rund zehn Jahre lang mit Erdaushub aufgeschüttet, sollte es die Anwohner vor allem vor dem Autobahnlärm schützen. Mittlerweile dient die Fläche aber auch als Naherholungsgebiet.

Viele Jogger sind hier unterwegs, es gibt ein Biotop, außerdem eine Rutsche, ein Karussell und eine Schaukel. Auch die Baseball-Spieler der Aachen Greyhounds schlagen auf einem Rasenplatz am Wall ihre Bälle. Bisher werde das schöne Grün gut angenommen, sagt Henn und hofft, dass sich das noch weiter steigert. Vielleicht trägt die neue Windrose ja ihren Teil dazu bei.
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