Aachen - Die Werke von „Lake13“ prägen das Stadtbild

Die Werke von „Lake13“ prägen das Stadtbild

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
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Hat jetzt ein Buch über seine farbigen Werke vorgestellt: Der Aachener Graffiti-Künstler Lars Kesseler alias „Lake13“. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Rollladen vom „Leerzeichen“ in der Viktoriastraße sind von außen unverkennbar vom Graffitikünstler „Lake13“ gestaltet. Fast wirkt es, als wären die Vereinsräume geschlossen, doch innen nutzt der Künstler Lars Kesseler, der hinter dem Kürzel Lake steckt, die Dunkelheit, um bei einer Präsentation sein neues Buch „Aachen in Farbe – Graffitikunst von Lake13“ vorzustellen.

Seine Werke sind aus dem Stadtbild kaum mehr wegzudenken, an vielen Ecken begegnet man seinen Graffitis. Über die Leinwand flackern besprühte Unterführungen, Besprechungsräume, Schulen und sogenannte Halls of Fames, Orte, an denen legal Graffiti gesprüht werden kann.

Egal wo und mit wem Kesseler sprüht, er geht individuell auf die Teilnehmer und das Objekt ein. So hat er die Schwimmhalle in Kohlscheid zusammen mit Schülern der Erich-Kästner-Schule mit einem Schriftzug „Swimm“ und entsprechenden Bildern verschönert. „Swim“ würde ja eigentlich mit einem „m“ geschrieben, aber Schüler dürften noch Fehler machen, erklärt Kesseler, und das Publikum lacht. „Ich bin dafür, dass illegales Graffiti auf Privateigentum verfolgt wird, aber trotzdem sollte man auch Flächen für die Künstler zur Verfügung stellen.“

Auf der Leinwand erscheint ein Schriftzug auf einer Wand in Maastricht. „Im Graffiti dürfen das Bild und die Typographie nicht einzeln, sondern müssen als Einheit gesehen werden“, erklärt Kesseler. In Maastricht gibt es für die Sprayer noch ausgewiesene Wände, an denen sie quasi üben dürfen. „Es ist wichtig, dass sich auch junge Künstler testen können, und auch die Bilder der Anfangsphase sind meist schon sehr individuell“, sagt der Künstler, der schon seit 25 Jahren mit der Spraydose arbeitet.

Bis 1997 war das Sprayen in Aachen an einigen Plätzen ebenfalls erlaubt, heute fehle der Stadt die junge Kunstkultur. Deswegen hat er in seinem Buch auch die Geschichte der Graffitikunst in Aachen aufgenommen. Auch eine andere Art von Bildern präsentiert er in seinem Buch. Denn mit der Sprühdose ist es nicht nur möglich, grobe, große Kunstwerke zu sprayen, auch kleinere Leinwände können detailliert gestaltet werden. Außerdem zeigt das Buch digitale Collagen, bei denen Fotos der Region mit Handzeichnungen des Künstlers versehen wurden.

„Aachen in Farbe – Graffitikunst von Lake13“ von Lars Kesseler, Shaker Verlag, 100 Seiten, 21,90 Euro.

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