Aachen - Die Wabe wirbt über zwei Millionen Euro ein

Die Wabe wirbt über zwei Millionen Euro ein

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Ein Ort der Ruhe, Besinnung und Akzeptanz soll die Wabe für all die Menschen sein, die der Unterstützung bedürfen. Das meinte Wabe-Geschäftsführer Alois Poquett, als er jetzt die Jahresbilanz der Einrichtung vorstellte.

Über 400 Menschen haben in der Wabe eine Beschäftigung und damit ein neues Standbein gefunden, 92 schafften sogar den Sprung in den „ersten Arbeitsmarkt”.

Und darauf sind die Mitarbeiter der Wabe besonders stolz. Möglich sei die Arbeitsbeschaffung dank der staatlichen Lohnkostenzuschüsse nach dem neuen Paragrafen 16 e: Der erlaube der Wabe, Hartz-IV-Empfänger unter Vertrag zu nehmen und ihnen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Laut Poquett ist ein „durch öffentliche Gelder geförderter Arbeitsmarkt” eine sinnvolle Antwort auf zunehmende Arbeitslosigkeit. Denn so werde an Stelle der Arbeitslosigkeit die Arbeit gefördert.

„Und nach unserer Erfahrung wollen die Menschen arbeiten”, sagt Nikolaus Immer von der Diakonie Rheinland. Das hätten die Erfahrungen mit den Ein-Euro-Jobbern gezeigt.

Mittelständischer Betrieb

„Menschen ohne Arbeit sind Menschen ohne Erwartung”, sagt Immer. Er wünscht sich, dass mit dem Konjunkturpaket auch die Träger unterstützt werden, die neue Arbeitsplätze für sozial benachteiligte Menschen schaffen. Sozialunternehmen seien heute eine wichtige Komponente im Wirtschaftskreislauf, meint auch Dr. Thomas Griese aus dem Aufsichtsrat der Wabe.

Denn mit 400 Beschäftigten sei die Wabe wie ein mittelständischer Betrieb. Und 50 Prozent der akquirierten Gelder flössen wieder in die öffentlichen Haushalte zurück: durch Steuereinnahmen und Sozialabgaben.

Über zwei Millionen Euro konnte die Wabe letztes Jahr akquirieren - dreimal soviel wie 2007. Wichtigster Geschäftspartner ist die Arge für die Stadt. Von der Städteregion erhofft sich die Wabe eine unkompliziertere Abwicklung der Geschäfte, wünscht sich aber, dass die Fragen der Zusammenführung der Argen und deren Kompetenzen baldmöglichst geklärt werden.

Die Wabe brauche ein Mindestmaß an Planungssicherheit, betont Karin Bauermeister, Leiterin des Fachbereichs Arbeit und soziale Integration.

Sozialkaufhaus, Textil-, Möbel- und Fahrradrecycling sind inzwischen etablierte Projekte der Wabe. Im vergangenen Jahr kamen die Radstation am Bahnhof und die Trägerschaft für eine Produktionswerkstatt neu dazu.

Das Sozialkaufhaus ist eines der Vorzeigeprojekte. Seit Anfang des Jahres ist es in den Räumen einer ehemaligen Fabrik am Freunder Weg 61 untergebracht. Das Sozialkaufhaus öffnet bereits um acht Uhr morgens und trotz der frühen Stunde sind laut Baumeister meist viele Leute auf der Suche nach einem Schnäppchen.
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