Aachen - Die Ursulinerstraße ist ab sofort gesperrt

Die Ursulinerstraße ist ab sofort gesperrt

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
ursul_bu
Jetzt geht es los: Mittwoch wurde die Ursulinerstraße für den normalen Verkehr gesperrt, bis Ende des Jahres soll sie zur Fußgängerzone werden. Das Bild entstand vom Münsterplatz aus. Foto: Harald Krömer

Aachen. Seit Mittwoch ist die Ursulinerstraße gesperrt für den normalen Verkehr, und das wird wohl so bleiben: An drei Baustellen gleichzeitig wird zurzeit oder demnächst gearbeitet, anschließend hat Aachen eine Fußgängerzone mehr.

Die neue Flaniermeile zwischen Münster- und Bücherplatz soll im kommenden Dezember fertig sein, doch bis dahin werden die Ursulinerstraße und ihre unmittelbare Umgebung noch allerlei Betriebsamkeit erfahren - monatelang ist jetzt große Buddelei angesagt. Nicht nur eine logistische Herausforderung im Herzen der Innenstadt.

Neben dem kompletten Umbau der Straße, die am Ende mit einem „Basaltteppich” bedeckt wird, stehen die Umgestaltung des Elisengartens an, die Stawag legt eine Vielzahl neuer Leitungen und Kanäle, und an die Stelle des abgerissenen Geschäfts- und Wohnhauses 7-9 entsteht ein imposanter Nachfolgerbau. Der macht auch die sofortige Sperrung der Ursulinerstraße notwendig; der Kran kommt erst nächste Woche, aber die Fundamente müssen gelegt werden.

Die städtische Beigeordnete Gisela Nacken und die Abteilungsleiter Regina Poth und Wolfgang Sanders erklärten am Mittwoch vor der Presse, die Sperrung öffentlichen Straßenraums zugunsten privater Bauvorhaben sei nicht ungewöhnlich. Solche Sondernutzungen würden bei Bedarf genehmigt, verbunden allerdings mit den vorgeschriebenen Gebühren.

Die Ursulinerstraße selbst soll erst ab Mitte März aufgerissen werden; dann beginnt die Stawag mit der Erweiterung des Kanals, außerdem werden Strom- und Fernwärmeleitungen gelegt und Hausanschlüsse für Gas und Wasser installiert. Am 1. August soll dann die Arbeit an der neuen Fußgängerzone beginnen.

Sie ist wichtiger Bestandteil des Innenstadtkonzepts und soll bereits bestehende Einkaufspassagen miteinander verbinden - und zudem bevorzugter Standort für Außengastronomie werden, direkt am ebenfalls neuen Elisengarten, in dem momentan noch die Archäologen unter ihrem Riesenzelt nach Bodendenkmälern suchen.

Die Umwidmung der Ursulinerstraße scheint mittlerweile keinen großen Widerspruch mehr hervorzurufen; in der Vorweihnachtszeit kamen sich Autoschlangen und Fußgängermassen wieder dermaßen ins Gehege, dass es nicht mehr lustig war.

Nach den vorliegenden Plänen wird die Hartmannstraße zur Sackgasse mit Wendemöglichkeit am Münsterplatz; am Übergang zur Buchkremerstraße (Bücherplatz) wird die Ursulinerstraße mit Pollern abgegrenzt. Das Stückchen ab Peterstraße/Friedrich-Wilhelm-Platz Richtung Büchel wird dem Verkehr erhalten bleiben, mit Ausnahme von drei Wochen, in denen am dortigen Schacht gearbeitet wird. Regina Poth: „Eine echte Herausforderung”, die Stadt ist gerade dabei, drei alternative Routen zum Parkhaus Büchel auszuknobeln.

Alle Termine stehen natürlich unter dem Vorbehalt, ob der zu bebauende Untergrund römisch durchdrungen ist oder nicht. Auch die Stawag lässt sich wieder archäologisch „begleiten”, was im Zentrum der Stadt inzwischen obligatorisch ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert