Aachen - Die Stadt lässt für junge Leute was springen

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Die Stadt lässt für junge Leute was springen

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Am Geld soll die Umsetzung guter Ideen nicht scheitern. Die schwarz-grüne Ratsmehrheit will daher kurzfristig 32000 Euro, verteilt auf zwei Fonds, für selbstorganisierte Jugendveranstaltungen und -projekte bereitstellen.

Wann immer junge Leute etwas auf die Beine stellen wollen, könnten sie somit finanzielle Unterstützung von der Stadt erhalten.

Möglichst unbürokratisch und zeitnah soll das Geld abgerufen werden können, wünschen sich Margrethe Schmeer (CDU) und Hilde Scheidt (Grüne), die die Gründe für den Jugendfonds (22000 Euro) und Jugendkulturfonds (10.000 Euro) jetzt erläuterten.

Man habe immer wieder gemerkt, dass Jugendliche zwar „viel Kreativität und Potenzial” hätten, dies aber nicht richtig genutzt werden könnte, weil es an Kleinigkeiten fehle. „Oft sind es nur ein paar 100 Euro für Plakate oder Flyer, für eine Musikanlage, Beleuchtung oder eine Bühne”, sagt Scheidt. „Ihnen wollen wir helfen.”

Zielgruppe seien vor allem Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre alt, sagt Schmeer. „Sie sind schwierig zu fassen, sie lassen sich ungern etwas vorschreiben. Wir wollen ihnen dennoch unter die Arme greifen.” Schließlich hätten junge Leute kaum Möglichkeiten, Sponsoren zu finden.

Offen für viele Ideen

Gedacht ist etwa daran, sie bei der Organisation von HipHop-Festivals, Rap-Wettbewerben, Theateraufführungen, Konzerten oder ähnlichen Dingen zu unterstützen. Gute Ideen würden vielfach in der OGS, in Schülercafs oder Offenen Türen ausgebrütet. „Lasst die Anträge kommen”, meint Scheidt. Es sei zwar nur eine kleine Summe, die bereitgestellt wird, „aber ich bin sicher, dass ganz viel damit passieren wird”. Bestes Beispiel sei der mit 50.000 Euro ausgestattete Fonds für Projekte gegen Gewalt und Rassismus, mit dem bereits 23 „hochspannende” Projekte finanziert wurden.

Die Vergaberichtlinien für die beiden Jugendfonds muss die Verwaltung noch ausarbeiten, Anträge sollen aber ohne großen Aufwand und so schnell wie möglich bearbeitet werden. Schmeer spricht von einer einjährigen Experimentierphase, „die wir mit Seriosität und Neugier verfolgen”.

Bereits im April - kurz nach Verabschiedung des Haushalts 2010 - könnten die ersten Anträge gestellt werden, meinen Schmeer und Scheidt. Vorerst sollen 32.000 Euro jährlich über einen Zeitraum von vier Jahren bereitgestellt werden. Das Geld wird abgezweigt aus einem Topf, der zunächst für die Einrichtung eines Jugendparlaments gedacht war. Dies könne jedoch frühestens 2014 eingerichtet werden, so Scheidt.
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