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Die Sparkasse kämpft um qualifizierten Nachwuchs

Von: udo/wb
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Kerkrade. Das kannte Sparkassen-Chef Dr. Jochen Bräutigam bislang noch nicht in seinem Haus. Zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Sein Unternehmen will auch in diesem Jahr erneut massiv ausbilden, doch es fehlt schlichtweg an Bewerbern, die „unseren qualitativen Anforderungen gerecht werden”, sagte der Vorstandsvorsitzende bei der Jahresbilanzpressekonferenz im Kasteel Erenstein in Kerkrade und ergänzte: „Der Markt ist knapp geworden.”

In Zahlen heißt das für die Sparkasse Aachen, die erst zum Sommer 2008 ihr Ausbildungskontingent um zehn Plätze aufgestockt hat: Lediglich 35 von 60 Lehrstellen sind bislang besetzt.

Und der zum 31. Mai aus dem Sparkassen-Vorstand in den Ruhestand wechselnde Bräutigam kündigte angesichts der neuen Entwicklung an: „Wir nehmen noch gerne Bewerbungen entgegen. Denn wir werden darum kämpfen, genügend Auszubildende unter Vertrag nehmen zu können.” Ein harter Kampf, schließlich haben sich schon viele Schulabsolventen für ein Studium oder eine andere Lehrstelle beworben.

Dass die Nachwuchs-Banker bei der Sparkasse durchaus eine Zukunft haben, unterstrich Bräutigam nur zu gerne: „Aktuell haben 41 Auszubildende ihre Abschlussprüfung abgelegt, von denen 39 bei uns bleiben. Wir bilden nach wie vor aus, um zu übernehmen.”

Gleichwohl setzt das Kreditinstitut seine Personalpolitik kontinuierlich fort. Und die hat auch zum Ziel, den Mitarbeiterstamm jährlich - und sozial verträglich - um rund ein Prozent zu reduzieren.

So zählte das Haus mit seinen knapp 100 Filialen in Stadt und Kreis zum Ende des Jahres 2008 mit 2101 Mitarbeitern 23 weniger als ein Jahr zuvor. 1269 Beschäftigte arbeiten Vollzeit, weitere 677 in Teilzeit. Zudem zählte die Sparkasse zum 31. Dezember vergangenen Jahres 155 Auszubildende.

Parallel dazu will die Sparkasse auch in Zukunft das Projekt „45 plus” fortführen. Dabei soll laut Bräutigam der Wissens- und Erfahrungsschatz der Mitarbeiter ab 45 Jahren genutzt und diesem Personenkreis die Möglichkeit einer persönlichen Fortentwicklung im Haus gegeben werden.
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