Die Smileys sollen an die Vernunft appellieren

Von: Caroline Niehus
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Vertreter aller Fraktionen und der Verwaltung präsentieren die mobile Geschwindigkeitsmessanlage, die ihre Premiere im Stadtbezirk Laurensberg derzeit in der Schurzelter Straße feiert (v.l.): Karin Schmitt-Promny, Christian Krenkel, Alexander und Chantal Gilson, Helga Efes, Sava Jaramaz, Elmar Rosen und Walter Wery.

Aachen. Zu schnelles Fahren ist gerade in Wohngebieten oft ein Problem. Wenn sich die Autofahrer nicht an Tempolimits halten, wird es besonders für Kinder oft gefährlich. Um dem entgegenzuwirken, hat die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg eine mobile Geschwindigkeitsanzeige angeschafft und nun in der Schurzelter Straße erstmals installiert.

Diese zeigt den Fahrern ihre Geschwindigkeit an. Dabei erfolgt eine Doppelmessung, sodass sich auch erkennen lässt, wie die Autofahrer nach der ersten Messung reagieren. Alexander Gilson, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung, berichtet, dass seit der Installation eine deutliche Reaktion erkennbar sei. „Man merkt, wenn die Leute nicht weiter Gas geben“, sagt er zufrieden.

Kleine Animation

Die Anzeige zeigt zusätzlich noch Lob oder Tadel an – je nach Geschwindigkeit in Form eines lächelnden oder zornigen Smileys in grün oder rot. Mit dieser kleinen Animation sollen die Leute auf ihr Fahrverhalten aufmerksam gemacht werden. Es gibt keine Strafe im Sinne von Bußgeldern, es solle nur an die Vernunft appelliert werden.

Deshalb werden die Standorte der mobilen Anzeige auch bewusst ausgewählt. Die Laurensberger Bezirksvertreter hatten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, eine Liste von infragekommenden Straßen zusammenzustellen, die dann nach Priorität geordnet wird. Dabei soll der Geschwindigkeitsmesser hauptsächlich in Tempo-30-Zonen zum Einsatz kommen und es soll besonderes Augenmerk auf die Nähe zu Kindergärten oder Schulen gelegt werden.

Laurensbergs Bezirksbürgermeister Christian Krenkel ist überzeugt, dass sich das neue Konzept bemerkbar machen wird. „Wir hoffen auf einen abschreckenden Effekt, die Menschen sollen ihr Tempo anpassen“, erklärt er. Besonders für die Kinder in den Wohngebieten und auf deren Weg zu Schule oder Kindergarten sei es wichtig, dass sie sich ungefährdet im Straßenverkehr bewegen können.

Die Relevanz und den Zuspruch könne man auch daran erkennen, dass die Beschaffung der Anzeige Ende 2013 einstimmig von der Bezirksvertretung beschlossen wurde. Das ist Krenkel besonders wichtig, denn so sehe man, dass wirklich alle Parteien hinter der Sicherheit der Anwohner stehen.

Die Anzeige, die aus Mitteln des Stadtbezirks finanziert wurde, wird alle zwei bis drei Wochen ihren Standort wechseln, damit sich kein Gewöhnungseffekt einschleicht, sondern die Autofahrer immer und überall aufmerksam sind und auf ihre Geschwindigkeit achten.

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