Sing Kino Freisteller

Die Route Charlemagne wird abgespeckt

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
charle_bu
Die Infostelle zur Route Charlemagne ist im Haus Löwenstein untergebracht. Modelle, Bilder und Texte vermitteln einen ersten Eindruck über das geplante Projekt, das nun jedoch deutlich abgespeckt werden muss. Gestrichen wird auch die Station „Wirtschaft”, die im Haus Löwenstein geplant war. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die als Touristenmagnet geplante „Route Charlemagne” - Nachfolgeprojekt des einst geplanten „Bauhauses Europa” - wird wohl deutlich abgespeckt werden müssen. Dies geht aus einer Vorlage der Verwaltung hervor, mit der sich am Donnerstag die Kulturpolitiker und Anfang März auch die Politiker im Hauptausschuss befassen müssen.

Wie in einem Sachstandsbericht erläutert wird, werden die Zuschüsse des Landes und des EU-Programms EFRE für Innovation und Tourismus wohl deutlich geringer ausfallen, als zunächst erhofft. Bewilligt seien bislang bereits rund 12,2 Millionen Euro, weitere neun Millionen werden noch erwartet - insgesamt sind dies knapp vier Millionen Euro weniger als die Stadt kalkuliert hat.

Die Realisierung der Stationen zum Themenfeld „Religion” in der Kirche St. Paul und zum Themenfeld „Wirtschaft” im Haus Löwenstein sei daher nicht mehr realistisch, heißt es in der Verwaltungsempfehlung. Auch auf die im Straßenraum vorgesehenen Informationsstelen und -kuben muss wohl verzichtet werden.

Reduziert wird auch der als „Achse der Wissenschaft” bezeichnete Bereich, der eine Umgestaltung des Areals zwischen Innenstadt und Super C am Templergraben vorsieht. Gänzlich verzichten wolle man auf dieses „wichtige Bindeglied” jedoch nicht. Bereits rausgefallen aus den Planungen ist bereits der sogenannte Euregiopark. Im ursprünglichen Konzept war damit die Umgestaltung des Brot-Schneider-Parkplatzes gemeint. Dies ist durch die geplante Erweiterung des Leonhard-Gymnasiums hinfällig geworden.

Zugleich verweist die Stadtverwaltung darauf, dass künftig Dom, Domschatzkammer, das geplante Dominformationszentrum, Couven-Museum und Super C der RWTH in das Gesamtprojekt „Route Charlemagne” integriert werden könnten. Auch die Archäologische Vitrine im Elisengarten soll Teil des historisch-touristischen Lehrpfads werden, für sie soll es nun ebenfalls Städtebaufördermittel geben.

Insgesamt hätte die „Route Charlemagne” nach ihrer Fertigstellung, die für 2013 geplant ist, somit noch acht Stationen. Neben den bereits eröffneten Ausstellungsräumen im Rathaus und den genannten neuen Projekten wären dies zudem noch das Grashaus am Fischmarkt, das Zeitungsmuseum in der Pontstraße und das am Katschhof geplante „Centre Charlemagne” mit einem neuen stadthistorischen Museum. Aus Sicht der Verwaltung könnte das Konzept auf diese Weise immer noch glaubwürdig vermittelt und zu einem „touristischen Magnet” werden.

Der sogenannte Aixplorer - ein Gerät, mit dem Rathaus-Besucher schon jetzt Informationen zu einzelnen Ausstellungsobjekten erhalten können, soll als „verbindendes Element aller Stationen” dienen. Die Stadt arbeitet dafür eng mit der RWTH zusammen und hat auch dafür Fördermittel beantragt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert