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Die „Route Charlemagne” bleibt auf Kurs

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Veränderte Routenplanung: In der aktuellen Konzeption der „Route Charlemagne” wird das Haus Löwenstein keine Station mehr sein. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der Weg ist das Ziel. Das gilt auch für die „Route Charlemagne”, schließlich trägt das Projekt, das zum Touristenmagneten werden soll, den Weg quasi im Namen. Bis zum Ziel sind allerdings noch einige Herausforderungen zu bewältigen.

Zu dieser Einschätzung kam Dr. Margrethe Schmeer (CDU), als im Kulturausschuss die nunmehr abgespeckten Pläne (die „Nachrichten” berichteten) für die „Route Charlemagne” vorgestellt worden waren. „Ich denke, das Thema wird für uns zum ständigen Begleiter”, sagte die Vorsitzende des Gremiums.

Sein Ziel erreiche das Projekt in jedem Fall. Auch in seiner derzeit geplanten Gestalt. Das steht für Wolfgang Rombey außer Frage. „Auch das veränderte Konzept hat überregionale Trag- und Strahlweite”, sagte der Kulturdezernent. Realisiert werden muss es voraussichtlich mit rund vier Millionen Euro weniger an Fördergeldern als ursprünglich geplant. 12,2 Millionen Euro sind bereits bewilligt, mit weiteren neun Millionen rechnet die Stadt fest. Eingespart werden soll unter anderem die „Route Charlemagne”-Station St. Paul, der Euregio-Park war bereits früher aus den Plänen gepurzelt.

Verschmerzbare Verluste

Für die SPD durchaus verschmerzbare Verluste. Beide Projekte seien ohnehin nie unumstritten gewesen, sagte Sozialdemokrat Karl Schultheis: „Entscheidend für den Erfolg des Projekts ist, dass man die Route als solche erkennt.” Die Verbindung der einzelnen Stationen sieht der SPD-Mann als eine der wichtigsten Baustellen.

Auch Ausschussvorsitzende Schmeer erkennt Dinge, an denen noch einmal nachgearbeitet werden müsse. Zum einen ist sie nicht glücklich damit, dass die geplante Achse der Wissenschaft auf symbolische Zeichen reduziert werde, zum anderen sei bedauerlich, dass die Station Wirtschaft, die im Haus Löwenstein ihren Platz finden sollte, „komplett wegfällt”. Zumindest bezüglich des zweiten Punktes konnte Olaf Müller Positives verkünden. „Das Thema Wirtschaft wird nicht ganz unter den Tisch fallen”, sagte der Leiter des Kulturbetriebes.

Auf den Tisch packen müsse die Verwaltung jetzt aber dringend das Ausstellungskonzept für die Route und außerdem eine Kostenaufstellung, die zwischen Bau- und Folgekostenfinanzierung unterscheide. Gefordert wurde dies sowohl von den Grünen als auch von der FDP. „Wir wollen nicht, dass wir wegen der Betriebskosten für die Route irgendwo anders sparen müssen”, sagte Ruth Crumbach-Trommler (FDP). Laut Verwaltung wird das Projekt mit etwa 1,4 Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen.

Hermann Josef Pilgram (Grüne) sagte, dass sich der Ausschuss in naher Zukunft entscheiden muss, ob er die Mittel der Städtebauförderung tatsächlich komplett in die Route oder auch noch für andere Projekte investieren möchte: „Wir möchten hier auf keinen Fall alles absegnen. Die Verwaltung soll uns weiter am Projekt beteiligen.”
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