Die Rettung der Eyneburg steht kurz bevor

Von: Martina Rippholz
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Aachen/Kelmis. Seit einem Jahr ist die mittelalterliche Eyneburg in Hergenrath bei Kelmis geschlossen. Auf Musikveranstaltungen, Ritterturniere und Mittelaltermärkte, wie sie seit dem Übergang des historischen Bauwerks in Privatbesitz üblich waren, müssen die Menschen seither verzichten.

Auch der Bausubstanz hat die Zeit des Nichtgebrauchs schon zugesetzt. Sanierungen sind nötig.

Doch nun ist für die Eyneburg Rettung in Sicht. Wann und ob sie hundertprozentig kommt, bei diesen Angaben möchte sich Kelmis Bürgermeister Mathieu Grosch derzeit noch zurückhalten: „Fakt ist, dass es potenzielle Käufer gibt, die großes Interesse an der Burg haben. Derzeit laufen die Verhandlungen.”

Verhandelt wird mit den bisherigen Besitzern. Die sind, Grosch deutet es an, teils heftig zerstritten. Hinzu kommen interne finanzielle Komplikationen, auf die der Bürgermeister nicht näher eingehen will. „Wir hoffen, dass der Vertrag bald zustande kommt und die Eyneburg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.”

Denn genau das versprechen potenziellen Käufer, der bislang noch anonym bleiben wollen. Nur so viel kann Grosch sagen: „Ein Teil von ihnen stammt aus Belgien, ein anderer aus einem Nachbarland.” Die Interessenten wollten in jedem Fall das bisherige Konzept für die Eyneburg - mit Veranstaltungen, Festen und Führungen für Menschen aus der Region - fortführen. Und auch die notwendigen Sanierungen, vor allem der Dächer, wollten die potenziellen Käufer bei Vertragsabschluss zügig angehen. Grosch: „Genug Mittel haben sie.”

Für den Bürgermeister sind all das gute Gründe, weshalb die Gemeinde zwar über den bevorstehenden Eigentumswechsel gut informiert sei, sich aber nicht weiter einmischen würde: „Auch wir hatten Interesse bekundet. Aber wir wollen uns nicht als Konkurrenz aufspielen und nichts unternehmen, was die Sache verzögert. Uns geht es vor allem darum, dass die Burg auch weiterhin von der Öffentlichkeit genutzt werden kann.”

Aus diesem Grund versucht man in Kelmis zu helfen, wo es nur geht - etwa in Sachen Denkmalschutz: „Wir wollen dem neuen Eigentümer unnötige Verwaltungswege ersparen.” Auch über die Richtlinien der Natura 2000-Region, ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zum Erhalt gefährdeter Lebensräume und Arten, in dem die Burg mitsamt ihres rund sechs Hektar großen Burggartens liegt, habe sich der Beisitzer in spe laut Grosch bereits erkundigt.

Die Hoffnung jedenfalls ist groß, dass der Vertragsabschluss schon bald erfolgreich über die Bühne geht. Dann können in dem historischen Ambiente endlich wieder Ritterturniere und Mittelaltermärkte stattfinden.
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