Die „Rache am Teufel“ soll krebskranken Kindern helfen

Von: Rebecca Kiljan
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Gerne nahm Prof. Rolf Mertens (l.) die Spende aus der Hand von Lisa, Nadja, Daniel, Hannah und Julia (von links) entgegen. Hinten OT-Leiter Uli Grande. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Zwei Schüsse fallen. Mitten in einer Bühnenprobe in Los Angeles. Fünf Kinder sind zu einem Casting im Schauspielhaus eingeladen. Der Schauspieler namens Hudson spielt bei der Probe den „Teufel“ in Goethes Stück „Faust“ und wird niedergeschossen. Nur durch eine Notoperation kann er gerettet werden, und die Kinder nehmen die Ermittlungen nach dem Täter selbst in die Hand.

Wir befinden uns mitten im Geschehen von „Rache am Teufel“, einem Hörspiel von und für Kinder. Die Protagonisten des Kinderkrimis tragen die Namen ihrer realen Vorbilder: Daniel, Hannah, Julia, Lisa und Nadja. Sie begannen 2010 bei den Ferienspielen der Offenen Tür (OT) Gut Kullen damit, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen.

Die Gruppe entwickelte zusammen mit OT-Leiter Uli Grande die Geschichte „Rache am Teufel.“ Letztes Jahr nahmen die Kinder ihr eigenes Hörspiel auf. Selbst OB Marcel Philipp übernahm eine Sprechrolle – die des Oberbürgermeisters von Los Angeles.

Die Hälfte der Einnahmen aus dem bisherigen Verkauf des 94-minütigen Hörspiels kommt krebskranken Kindern zugute. „Krebs ist eine harte Diagnose und ein langer Weg“, sagte Prof. Rolf Mertens, Oberarzt der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie des Uniklinikums, beim Treffen mit den jungen Leuten. „Das Hörspiel ist ein Zeichen dafür, dass Kinder an Kinder denken.“ Das bestätigt auch Daniel, einer der Protagonisten „Wir unterstützen mit dem Gewinn krebskranke Kinder. So sehen wir, wem wir mit unserem Projekt helfen und wofür wir das Hörspiel aufgenommen haben.“

Spielen und basteln

Eine erste Spende konnte die Gruppe um Uli Grande nun dem Förderkreis „Hilfe für krebskranke Kinder“ überreichen. Mit den 300 Euro werden vor allem Bastel- und Fotomaterialien besorgt sowie neue Konsolenspiele.

Das ist wichtig, denn Beschäftigung spielt laut Britta Koch, Psychologin der Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum, eine große Rolle „Die Materialien und Gegenstände erfüllen einen therapeutischen Zweck. Sie lenken ab und machen Spaß. Viele der Kinder können ein Jahr oder länger nicht zu Schule gehen und können durch Fotos und Briefe Kontakt zu ihren Freunden halten.“

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