Die Penn hat jetzt 27 Soldaten mehr

Von: Dagmar Meyer-Roeger
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Noch geben die Penn-Rekruten ein stattliches Bild ab. Doch nach dem Marsch vom Hauptbahnhof zum Pennzelt müssen sie sich dort auf Befehl von Kommandant Jürgen Brammertz (rechts) einer heiklen Aufnahmeprüfung unterziehen. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Aachen. In jungfräulichem Weiß gekleidet, Bauch rein, Augen gerade aus und Stillgestanden wie ein Printemann: Gardekommandant Jürgen Brammertz hat am Karnevalssonntag bei herrlichem Sonnenschein die Parade der neuen Rekruten am Hauptbahnhof abgenommen.

Er wollte wissen, ob sie bereit dazu seien, dass aus ihnen jetzt richtige Penn-Soldaten gemacht würden. Sie waren es, und schon ging es los. Im Gleichschritt – der allerdings ebenso wie das Liedgut noch nicht bei allen perfekt saß – marschierte die Oecher Penn unter donnerndem Kanonensalut mit ihren 27 „Neuen“ vom Bahnhof quer durch die Stadt zum Pennzelt auf dem Katschhof.

Schmuck, aber auch ein wenig nervös, sahen die neuen Rekruten im obligatorischen weißen Gewand aus, als sie da so in einer Reihe auf der Bühne standen und Gardekommandant Jürgen Brammertz sie zunächst noch ein wenig zappeln ließ. Denn hier im Festzelt warteten schließlich besondere Prüfungen auf die Anwärter, um in der traditionellen Stadtgarde aufgenommen zu werden. Da gab es keine Ausnahme – auch Name und Titel schützten nicht vor der Aufnahmeprüfung. Der Aachener Karnevalsprinz Bernd I. musste sich den Herausforderungen genauso stellen wie Brigadegeneral Michael Hochwart.

Während seine Tollität Bernd I. mit seiner Gruppe, zu der auch einige aus dem Hofstaat gehörten, einen Tanz vorführen musste, musste Brigadegeneral Michal Hochwart mit seiner Gruppe rund 400 bunte Luftballons aufblasen, um damit die Kinder im Saal zu bezaubern. Die Besucher – ob klein, ob groß – hatten jedenfalls ihre helle Freude an all dem Spaß und Klamauk.

Im Gleichschritt zu Schildi

Eine weitere Truppe um Johannes Wertz beispielsweise wurde mit den Beinen aneinandergebunden. Im Gleichschritt mussten diese fünf Rekruten ins Pompös wandern, um dort Schildi, die, wie sich herausstellte, eine süße Plüschschildkröte war, abzuholen. Am Ende wartete traditionell auf alle Rekruten die Vereidigung auf Puttes und Wacholder.

Eingebunden war die Aufnahme-Zeremonie in ein buntes Programm. Unter anderem präsentierte das Tanzpaar Nadine Staerk und Frank Radermacher zum letzten Mal in der Session ihren Marketendertanz.

Und der Penn-Invalidenchor, den man beim Aufräumen des Marschiertors gefunden hatte, tapste – teils mit Spinnengewebe, teils ohne Kopf – über die Bühne und gab Exerzierübungen und Invalidentanz zum Besten.

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