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Die märchenhafte Zeit beginnt für Prinz Paul II.

Von: Georg Dünnwald
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Zahlreiche Tanzgruppen versuchten, den Kaiser von seinen Depressionen zu befreien. Alle Kinder zeigten tolle Leistungen.
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Toll gespielt: Rodin Aksakal als Kaiser Karl (l.), Willa Möhlendick als Miez (3.v.r.), Jannis Keller als Anton (3.v.l.) und Diener Rayann Ageyepong (r.).
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Endlich Prinz! Ein dreifach kräftiges Alaaf auf den neuen Märchenprinzen Paul II. Stolz schauen die beiden Pagen Caspar Cosler (r.) und Leo Wilhelmi mit Zeremonienmeister Tim Führen auf die Tollität. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Da stand der Zehnjährige mit stolzgeschwellter Brust auf der Bühne. Das Lampenfieber war endlich vorbei. Soeben war aus dem Grundschüler der GGS Laurensberg der Öcher Märchenprinz Paul II. geworden. Ein edles Prinzenkostüm, die Narrenkappe mit Fasanenfedern, die Kette und das Zepter machen ab sofort deutlich: Paul Wilhelmi ist der Herrscher aller kleinen Jecken in Aachen.

„Ich bin glücklich, einen solch strammen Kerl an meiner Seite zu haben“, äußerte sich der große Prinz, Bernd I.(Marx). Der Präsident des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), Wilm Lürken, prophezeite: „Die Session wird die schönste in Deinem noch jungen Leben.“ Und Oberbürgermeister Marcel Philipp kommentierte das etwa einstündige Prinzenspiel: „Dein närrisches Volk hat sich so richtig ins Zeug gelegt.“

Richtig: Was die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Passstraße und die Tanzgruppen der Aachener Karnevalsvereine da auf die Bühne gebracht haben, war wunderbar, wobei einige Tanzeinlagen sogar schon artistische Meisterleistungen waren. Bravo, so hat der Öcher Fastelovvend Zukunft!

Die Kindergruppen der Hooreter Frönnde, die Tanzgruppe Community Kids, die Tanzgruppe Friesenrath, die Tanzgruppe der KG Eulenspiegel, die der Horbacher Freunde, der Rathausgarde Öcher Duemjroefe – alle haben beste Noten verdient, genauso wie die Kinder der Grundschule Passstraße, die ihrem Hang zum Schauspiel frönten und ein Märchen der Spitzenklasse hinlegten.

Kaiser Karl ist ungehalten und krank, er hat zu nichts mehr Lust.

Die kleinen Tänzerinnen und Tänzer versuchen, ihn aufzuheitern, Miez und Anton tun alles Mögliche, um des Kaisers Depressionen zu vertreiben. Erst ein Spaziergang durch die Stadt scheint des Kaisers Stimmung aufzuhellen. Die Depressionen verschwinden vollständig, als sich der Kinderkarnevalszug durch Aachens Straße wälzt. Geschafft, der Kaiser ist wieder gesund. Schön gespielt, schön getanzt, Gratulation! Besonders nett war auch die feine Ironie, die sich durchs Stück zog. Ein Beispiel gefällig? Der Kaiser befahl, die Pfalzanlage bauen zu lassen. Darauf tönte aus dem Off „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ und „Ich bau dir ein Schloss“.

Marschmusik erklang. Das Jugend-Musikkorps des Musikvereins Hahn zog ein, dahinter die starken Männer des KK Oecher Storm, die Paul Wilhelmi in einer Sänfte zur Bühne trugen. Der Junge ließ sich nicht lumpen und warf Schnützereien in den Saal. Das rund 1000 Köpfe starke Narrenvolk johlte und kreischte vor Begeisterung. Was für ein Auftritt!

Selbstverständlich zogen auch der Hofstaat des Prinzen, seine Garde und das neue Tanzpaar Lea Matthies und Mona Strack mit ein. Sie zeigten nach der Proklamation auf der Bühne ihr Können. Zum Schluss zogen noch die Kindergruppen der Vereine stolz am Prinzen vorbei. Und die Mitglieder des Kinderchors Forst unter der Leitung von Frank Sibum bewiesen bei der Sitzung wieder einmal, dass sie absolut toll „au Öcher Leddcher“ singen können. Tadellos!

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