Aachen - Die Lu-Scheins-Stiftung lässt den Dom nicht im Stich

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Die Lu-Scheins-Stiftung lässt den Dom nicht im Stich

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Fast 160 Stufen sind Hans-Ludwig und Waltrud Scheins hinaufgestiegen. Davon 110 Baugerüststufen. Der lange Aufstieg bis hinauf unter der die Kuppel des Aachener Doms lohnte sich. Dort oben konnte sich das Ehepaar gemeinsam mit Dompropst Helmut Poqué das historische Mosaik aus der Nähe ansehen.

„Das wollte ich schon immer mal sehen. Das ist ein echtes Erlebnis”, sagt Hans-Ludwig Scheins sichtlich beeindruckt. Seit das Mosaik vor 100 Jahren gemacht wurde, ist dem Kunstwerk niemand mehr so nahe gewesen.

Die Lu-Scheins-Stiftung unterstützt das Domkapitel bei der Restauration mit einer Spende. Sie finanzieren bereits 2006 Arbeiten an den Mosaiken. „Eigentlich wollten wir jedes Jahr eine andere Aktion unterstützen. Aber die Mosaike liegen uns wirkliche sehr am Herzen”, erklärt Hans-Ludwig Scheins.

„In diesem Bereich scheint die finanzielle Not derzeit am größten zu sein”, sagt Waltrud Scheins. Das kann Poqué bestätigen: „Wir haben akute Probleme. Es ist unsere große Aufgabe, den Dom für nachfolgende Generationen zu erhalten.”

Besonders die 2500 Quadratmeter Mosaik bedürfen aktuell besonderer Pflege. Im Durchschnitt sind auf jedem Quadratmeter 10.000 Steinchen verarbeitet. Derzeit werden die Mosaike in der Kuppel aufwändig gereinigt. Dann wird die gesamte Fläche auf Hohlräume abgeklopft. Das macht Helmut Poqué mit einem Schraubenzieher vor. Prompt findet er einen Hohlraum.

„Das muss komplett abgenommen werden. Dafür wird zunächst eine Zeichnung gemacht. Dann werden die Steinchen einzeln abgenommen und auf die Zeichnung gelegt”, erklärt Poqué. Wegen dieses großen Aufwands kostet die Restauration 400 bis 1000 Euro pro Quadratmeter.

Viele Kinder

Für Hans-Ludwig Scheins ist wichtig, dass die Stiftung das Domkapitel langfristig unterstützt: „Wenn von außen keine Schäden mehr sichtbar sind, denken die Leute, dass alles in Ordnung ist.” Auch Waltrud Scheins ist davon überzeugt, dass der Dom noch viel Unterstützung braucht. „Hier ist ständig Pflege nötig. Wir sind besorgt, um das, was hier schon geleistet wurde.”

Waltrud Scheins möchte den Dom im kommenden Jahr auch möglichst vielen Kindern näher bringen. „Wir möchten Kindern aus sozialen EInrichtungen auch etwas geistige Nahrung bieten. Wir wollen versuchen, sie für den Dom zu begeistern.”
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