Städteregion - Die Linkspartei tritt flächendeckend zur Wahl an

Die Linkspartei tritt flächendeckend zur Wahl an

Von: Jan Mönch
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Städteregion. Neuland sind die Kommunalwahlen in der Städteregion Aachen für die Linkspartei gleich in doppelter Hinsicht.

Denn in den Wahlbezirken im Kreis Aachen war die Vorgängerpartei PDS vor fünf Jahren laut Kreisschatzmeister Harald Siepmann nirgendwo vertreten. Am Wochenende wurden nun im Brander Restaurant Königs die Kandidaten für den Städteregionstag gewählt.

Für alle 36 Wahlbezirke in Stadt und Kreis Aachen wurden Direktkandidaten aufgestellt. „Dass davon aber einer durchkommt, ist natürlich äußerst unwahrscheinlich”, übte sich Kreisverbandssprecher Darius Dunker in realistischer Selbsteinschätzung und verwies auf die Reserveliste, die 16 Namen umfasst. Dabei zeigte sich Dunker optimistisch, dass durchaus acht von ihnen in den Städteregionstag einziehen könnten.

Bei manchem Politiker der etablierten Volksparteien haben sich die Linken nach eigener Einschätzung durch ihre häufig nonkonforme Haltung unbeliebt gemacht. Und auch der hiesige Kreisverband ecke etwa beim Thema Städteregion an.

„Wenn man sich Synergien durch die Zusammenlegung von Stadt und Kreis Aachen verspricht, ist zu befürchten, dass Arbeitsplätze in der Verwaltung eingespart werden. Denn wo sollen die Synergien sonst herkommen”, nennt Dunker die grundsätzlichen Bedenken der meisten Parteimitglieder.

Was für das Bestreben, sich in der kommenden Städteregion durchzusetzen, freilich keine Rolle spielt. Erst jüngst ist das 400. Mitglied dem Kreisverband beigetreten, der damit der drittgrößte in Nordrhein-Westfalen ist. Zudem werden dieser Tage die letzten weißen Flecken auf der Landkarte zwischen Baesweiler und Monschau getilgt.

Am heutigen Dienstag werden die letzten fehlenden Verbände für die südlichen und östlichen Außenbezirke der Stadt Aachen gegründet. Und erst Ende der vergangenen Woche war der Ortsverband Nordeifel für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath ins Leben gerufen worden.

Fehlende Erfahrungen

Speziell im heutigen Kreis Aachen bleibt abzuwarten, ob die Linkspartei sich durchzusetzen vermag. Aufgrund der nicht vorhandenen Zahlen von den Kommunalwahlen im Jahr 2004 verweist Harald Siepmann auf die vergangene Bundestagswahl: „Damals war die Linke im Kreis Aachen sogar stärker als in der Stadt Aachen.” Als Zielvorgabe für den städteregionalen Urnengang sagt Dunker: „Über ein zweistelliges Ergebnis wären wir froh.”
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