Aachen - Die Hürden der Städtewette überwunden

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Die Hürden der Städtewette überwunden

Von: Georg Dünnwald
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Fast ausgelassen empfing geste
Fast ausgelassen empfing gestern OB Philipp Schülerinnen und Schüler der Hugo-Junkers-Realschule, den Ärztlichen Direktor des Marienhospitals und städtische Auszubildende im Weißen Foto: Heike Lachmann

Aachen. Für Oberbürgermeister Marcel Philipp brachten die Schülerinnen und Schüler der Hugo-Junkers-Realschule ein Päckchen Kreide mit - für die Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen” des Schauspielers Karlheinz Böhm gab es 720 Euro obendrauf.

Die Schülerinnen und Schüler der Ostviertel-Schule hatten einen „Tag für Afrika” veranstaltet und die ansehnliche Summe dabei eingenommen. Am Mittwochnachmittag waren sie von OB Philipp in den Weißen Saal des Rathauses eingeladen.

Dabei verkündete das ausgesprochen gut gelaunte Stadtoberhaupt, dass beide gesetzte Hürden bei der Städtewette gegen Karlheinz Böhm mit einer Spendensumme von 168.000 Euro souverän erreicht wurden. Es ist schon ein paar Tage her, als endlich, nach langsamen Beginn, endlich 81.333 Euro zusammen gekommen waren. Das war der erste Teil der Wette, der besagte, dass für ein Drittel der Öcher mindestens ein Euro in die Spendenbox fließen musste. Für 120.000 Euro dann würde eine niegelnagelneue Schule nach der Stadt Aachen benannt, lockten Böhm und Philipp die Öcher zum Spenden.

Der Ärztliche Direktor des Marienhospitals, Prof. Thomas Möllhoff, ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls einen Scheck zu überreichen. Die Inspektorenanwärterin der Stadt, Susanne Helme übergab gemeinsam mit Ron-Roger Breuer, dem Chef der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung bei der Stadt Aachen, zwei Käste voller Münzen und Scheine. Zum Zählen war der hoffnungsvolle Nachwuchs der Stadt-Beschäftigten zwar nicht gekommen, aber eine sichtbar hohe Summe hatten die Verwaltungslehrlinge zusammengetragen.

Der OB war baff. Er freute sich. „Manche Aachener scheinen darauf gewartet zu haben, was für die Stadt und damit auch für arme Leute in Afrika zu geben”, lobte er die Spendenbereitschaft der Bürger. Die Öcher seien eben eine aufgeschlossene Bevölkerung, die sich mit allen Kräften für die gute Sache eingesetzt hätten.

Ohne Großspenden allerdings sei die Spendenwette nicht so weit gekommen. Mit den verschiedensten Aktionen haben beispielsweise Pro Idee und Junghans-Wolle die große Summe von 43.000 Euro überweisen können. Bei den beiden bundesweit bekannten Aachener Vorzeigeunternehmen fühlten sich die Gesellschaft, die Belegschaft und auch die Kunden in die Pflicht genommen, für Böhms Äthiopienhilfe Menschen für Menschen” Geld springen zu lassen. Viele Schulen, Kindertagesstätten, Vereine und Institutionen trugen zum Gelingen der Aktionen bei, die „Nachrichten” berichteten ausführlich.

Die Kinder des Montessori-Kinderhauses St. Sebastian sammelten 194 Euro ein, Plums-Kaffee überwies 500 Euro für den Erlös aus dem Verkauf seiner Kaffeebohnen aus Äthiopien, Bubels Eiscafé und die Oecher Penn überreichten einen Scheck über 1055 Euro, das Islamische Zentrum an der Bilalmoschee, Prof.-Pirlet-Straße, schließlich war mit 1500 Euro zur Stelle.

Donnerstag ist der Stichtag, bis zu diesem Tag gilt die Wette, die OB Philipp längst gewonnen hat. Was ihn schon deshalb freut, weil er nicht sofort auf dem Markt Printen backen muss.
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