Aachen - Die Grünen setzen auf soziale Themen

Die Grünen setzen auf soziale Themen

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Starten zuversichtlich ins Wahljahr 2009: Thomas Griese, Hilde Scheidt und Sabine Göddenhenrich von den Grünen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sie wollen in Menschen investieren und sich vor allem für Kinder, Schulen und Bedürftige einsetzen. Das nannten die Grünen beim Neujahrsempfang im Jakobshof als ihr erstes Anliegen für das neue Jahr.

„Die Menschen sind unser größtes Kapital”, betonte Hilde Scheidt, OB-Kandidatin der Grünen. Investitionen in Bildung und Schulen seien daher dringend notwendig. Klimaschutz und soziale Stadtentwicklung sind weitere Themen, denen sie auch in Zukunft verstärkte Aufmerksamkeit schenken wollen.

„Es gab auch schon Probleme vor der Finanzkrise”, betonte Hilde Scheidt. Mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket des Bundes und dem Eigenanteil aus dem städtischen Haushalt ließen sich viele der alten Ziele wunderbar verwirklichen, meinte sie. Darunter Gebäudesanierung unter energetischen Gesichtspunkten oder kostenloses Mittagessen an den Schulen.

Nachhaltige Konzepte

Den kommenden Generationen eine Welt hinterlassen, die noch lebenswert ist, sei nach wie vor das Credo der Grünen, wie Sabine Göddenhenrich, Sprecherin der Partei, betonte. „Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, das inzwischen in aller Munde ist”, sagte auch Scheidt. Als Antwort auf die Finanzkrise seien nachhaltige und wirksame Konzepte gefragt.

Investitionen in eine „soziale Stadt” sind nach Meinung der Grünen der richtige Weg. „Aachen ist international und wir fühlen uns hier sehr wohl”, erklärte die OB-Kandidatin. Sie wünscht sich eine hohe Lebensqualität vor allem auch für junge Familien - auch dies sei ein Schwerpunkt grüner Politik. Darüber hinaus plädierte sie für Änderungen im kommunalen Wahlrecht: Es könne nicht sein, dass Menschen mit Migrationshintergrund (in Aachen immerhin 30 Prozent) nicht mitbestimmen können.

Als Kandidat für die Städteregion sieht Thomas Griese eine große Chance in der Städteregion. Die Grünen aus Aachen-Stadt und -Land hätten deshalb inzwischen fusioniert und sich im Kreisverband Aachen zusammengefunden. In das gemeinsame Parlament von Stadt und Kreis setzt Griese große Hoffnungen. Im anstehenden Wahljahr komme es darauf an, die richtigen Antworten zu geben - und das seien grüne Antworten.

Weil die Grünen trotz aller Gegensätze auch mit den anderen Parteien an einem Strang ziehen möchten, hatten sie auch die politische Konkurrenz zu ihrem Neujahrsempfang in zwangloser Atmosphäre eingeladen. Denn zumindest in einem Punkt seien sich wohl alle einig. „Wir wollen, dass das rechte Gesocks keinen Fuß ins Rathaus setzt”, erklärte Scheidt.
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