Die Gewoge saniert 400 Wohnungen

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Denkmalgeschützte Gebäude erhalten modernen Standard. Auch an der Joseph-von-Görres-Straße werden demnächst zahlreiche Wohnungen saniert. Foto: Gewoge

Aachen. Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Gewoge AG saniert rund 400 Wohnungen mit etwa 41.000 Quadratmetern Wohnfläche im Gebiet Aachen-Nord. Den Startschuss zur Sanierung der denkmalgeschützten Talbotsiedlung in der Jülicher und Josef-von-Görres-Straße gaben Stadt Aachen und Gewoge im Rahmen ihrer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 6. Februar.

Im Gebiet Aachen-Nord treffen Aachens Industriegeschichte, historische und neuzeitliche Gebäudestrukturen sowie unterschiedliche Nutzungen wie Wohnen, Gewerbe, Kultur, Kleingärten und Schutzgebiete in besonderer Weise aufeinander. In dem Gebiet zwischen Wurmbach und Jülicher Straße wollen die Stadt und die Gewoge, in den kommenden fünf Jahren gemeinsam rund 25 Millionen Euro in ihre Wohngebäude investieren.

Mehrere Bauabschnitte

Schon seit mehreren Jahren saniert die Gewoge die Wohngebäude des Rehmviertels im Auftrag der Stadt. Die Maßnahmen erfolgen in mehreren Bauabschnitten und werden, aufgrund notwendiger Kernsanierungen und Grundrissänderungen in den Wohnungen, in unbewohntem Zustand durchgeführt. Dringend benötigter, großer Wohnraum wird durch Wohnungszusammenlegungen erreicht. Aktuell laufen dort die Modernisierungsarbeiten für die Sigmundstraße 11-17. Die Mieter können auf Wunsch nach der Modernisierung wieder in die Sigmundstraße zurückziehen. Die Sanierung des Rehmviertels erfolgt nach und nach bis Frühjahr 2017.

Ab März 2014 beginnen zudem die Baumaßnahmen für die Siedlung zwischen Wurmbach und Jüli-cher Straße. Diese Quartiersentwicklung ist sowohl in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, als auch in das europäische Förderprogramm „EU-GUGLE“ eingebettet. Konkret beginnen die Modernisierungsarbeiten für 148 Wohnungen in der Jülicher Straße 156-164, Joseph-von-Görres-Straße 1-15, 2-14 und Dennewartstraße 47.

Hier werden, neben der Sanierung und Dämmung meist denkmalgeschützter Fassaden, die Erneuerung der Fenster, die Modernisierung von Dachflächen und Gauben, die Wiederherstellung von Hauseingangselementen samt dem Einbau von Gegensprechanlagen und die Integration neuer Außenbeleuchtungen vorgenommen. Alle Heizungsanlagen werden in den weiteren Bauabschnitten umgestellt. Die Arbeiten erfolgen laut Gewoge in bewohnten Wohnungen, in insgesamt acht Bauabschnitten.

Serviebüro für die Mieter

Alle Bewohner der 148 Wohnungen wurden schriftlich und in einer Mieterversammlung über die geplanten Maßnahmen und Abläufe informiert. Die zuständigen Ansprechpartner der Gewoge, Projekt- und Bauleiter sowie Vertreter der Stadt Aachen standen den Bewohnern für Fragen zur Verfügung. Zudem stehen allen Mietern stets aktuelle Informationen im Servicebüro der Jülicher Straße 162 oder auf der Homepage der Gewoge AG zur Verfügung.

„Eine ausführliche Information und das Gespräch mit den Bewohnern vor Ort hat von Beginn an wesentliche Bedeutung und ist unabdingbar“, betont Gewoge-Vorstand Bernd Botzenhardt. „Die Mithilfe und Nachsicht unserer Kunden, aber auch die Kenntnis über notwendige Hilfestellungen oder Unterstützungen während der Maßnahmendurchführung trägt entscheidend dazu bei, den vorgesehenen Ablauf einzuhalten und die Beanspruchung unserer Mieter über die Dauer der Maßnahme möglichst gering zu halten. Nebenbei soll die künftige Einsparung von Energiekosten ja nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel unserer Kunden schonen.“

Soziale Stadt Aachen-Nord

Insgesamt saniert die Gewoge die städtischen Wohnanlagen Hein-Janssen-Straße 15-17, Sigmundstraße 9, 11-17, 22-24, Reimannstraße 2-12 sowie Joseph-von-Görres-Straße 1-15 und 2-14, Jülicher Straße 156-164 und Dennewart­straße 47. Zusätzlich investiert die Gesellschaft in die Modernisierung ihrer eigenen Wohnanlagen im Wiesental 1-29, der Burggrafenstraße 1-5, der Jülicher Straße 224-234 und der Joseph-von-Görres-Straße 19.

Die Quartiersentwicklung ist in das Programm Soziale Stadt Aachen-Nord eingebettet. Stadt, Gewoge und Stawag konnten zudem eine Aufnahme in das Förderprogramm EU-GUGLE erreichen. Rund 2,8 Millionen Euro stehen dort zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung und innovativen Wärmeversorgung zur Verfügung.

Für das Gebiet zwischen Wurmbach und Jülicher Straße wird die Nutzung von Abwasserkanalrestwärme geplant. Bis zu 65 Prozent Primärenergie sollen nach der Sanierung eingespart und weniger verbraucht werden.

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