Die „geschlossene Gesellschaft“ ist recht überschaubar

Von: akai
Letzte Aktualisierung:
5255361.jpg
Hatte als einziges Nicht-Fraktionsmitglied Zutritt zur „geschlossenen Gesellschaft“: der CDU-Ehrenvorsitzende Kurt Malangré. Foto: A. Schmitter

Aachen. Die „geschlossene Gesellschaft“ im „Goldenen Krokodil“ war recht überschaubar: Die Gegner des CDU-Fraktionsvorsitzenden Harald Baal hatten Mittwochabend zu einem Gespräch geladen. Die Resonanz war eher mager.

Denn noch nicht einmal alle 16 Ratsmitglieder, die, wie berichtet, ihren Fraktionschef stürzen wollen, waren gekommen, um in der Pizzeria nahe dem Bend Meinungen und Strategien auszutauschen.

Peu à peu trudelten die Ratsleute ein, Hubert Rothe war der erste. Mit dabei waren auch die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Maike Schlick und Ralf Otten sowie Elke Eschweiler, Egbert Form, Iris Lürken, Maria Drews, Rolf Kitt und Ralf Demmer. Während die Parteivorsitzende Ulla Thönnissen, Oberbürgermeister Marcel Philipp und der umstrittene Fraktionsvorsitzende Baal ihre Teilnahme abgesagt hatten, ließ der CDU-Ehrenvorsitzende Kurt Malangré sich nicht zweimal bitten und nahm an dem Treffen teil, für das die Pizzeria sogar ihre Pforten schloß.

Auch die beiden Ratsherren Hubert Bruynswyck und Ahmethicri Agirman, die den Abwahlantrag nicht unterschrieben hatten, wollten wieder mal ins Gespräch mit ihren Kollegen in der Fraktion kommen. „Ich fand es sehr schlecht, dass wir in die Aktivitäten dieser Gruppe nicht involviert waren“, sagte Agirman. Er wolle sich einen Eindruck verschaffen, was die erklärten Baal-Gegner denn nun eigentlich vorhaben.

Während Malangré und Co.bei Pizza und Sprudel tagten, liefen bei der Parteivorsitzenden Thönnissen die Fäden zusammen: „Ich denke, wir sind nah an einer Lösung, die von allen getragen werden kann. Wir brauchen jetzt schnell wieder eine funktionierende Fraktion.“

Wie diese Lösung aussehen könnte, ist offen. Nach wie vor möchte Maike Schlick ihren Fraktionschef beerben. Einen möglichen Kompromissvorschlag postet der frühere Aachener Oberstadtdirektor Heiner Berger auf seiner Facebook-Seite: „Wenn in Gaststätten, die früher einmal Krokodil hießen, Fraktionsmitglieder und prominente Nichtfraktionsmitglieder lange genug zu Frieden und Sprachregelung geredet haben, ist die Spruchweisheit: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte nicht weit.“

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert