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Die freundlichen Exoten vom Schellartshof

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Neugierige Nasen: Die Lamas und Alpakas der Familie Doum mustern jeden Neuankömmling sehr genau. Anfassen lassen sich die Tiere allerdings nicht gerne. Foto: Heike Lachmann
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Marion und Herbert Doum begleiten eine Kindergruppe in den Wald bei Grüne Eiche. Die Vierbeiner von links: Catweazle, Amir, Henry und Kito. Foto: Heike Lachmann
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Ein freundlicher Begleiter: Marion Doum führt Lama Catweazle am Zügel. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Pinar, Peggy, Henry oder Blossom sind nicht gerade Tiere, die man auf einem altehrwürdigen Aachener Bauernhof erwarten würde. Solche Exoten sind eigentlich in den Anden zu Hause. Natürlich beherbergen Marion und Herbert Doum auf dem Schellartshof in Grüne Eiche auch die „Klassiker“: Hühner, Gänse, fünf Rinder und den Ochsen Lucky.

Absolute Hingucker aber sind die Alpakas und Lamas, die sie auf ihren Weiden halten. 17 Tiere gehören mittlerweile zu der kleinen Herde, fünf Lamas und zwölf Alpakas. Neuerdings organisieren die Eheleute auch Spaziergänge mit ihren Tieren – „Lama to go“ sozusagen.

Wenn Marion Doum erzählt, wie sie zu ihren Lamas und Alpakas gekommen ist, dann schwingt in jedem Satz die Begeisterung mit für diese eleganten, friedlichen Tiere mit den großen Augen und dem wertvollen Haarkleid.

Die Idee, erzählt die 51-Jährige, hatte eigentlich der Sohn. Als seine Eltern die Vollerwerbslandwirtschaft in Lichtenbusch aufgaben und das Milchvieh abschafften, da schmiedete er Pläne, den Hof im Nebenerwerb weiterzuführen, „ohne großen baulichen Aufwand und ohne intensive Arbeit“. Die südamerikanischen Paarhufer erwiesen sich als ideale Tiere für die Doums: freundlich, genügsam und pflegeleicht. Sie können das ganze Jahr über auf der Weide bleiben, Schutz vor Wind und Wetter bietet ein geräumiger Unterstand. Doum junior hat sich mittlerweile längst anders orientiert, die Eltern aber kümmern sich mit anhaltender Begeisterung um ihre Lamas und Alpakas.

Lama-Spaziergänge erlebte Marion Doum erstmals bei dem Züchter, von dem sie ihre ersten Exemplare kaufte. „Mich faszinieren die Tiere“, sagt Marion Doum, „und diese Begeisterung möchte ich teilen.“ Zunächst hat sie die Vierbeiner selbst ans Halfter genommen und mit ihnen trainiert. „Die Tiere sind lernfreudig und neugierig“, erzählt sie, „die genießen so einen Ausflug.“

Bella ist das Baby der Herde

Gerade jetzt, mit ihrem dicken Winterkleid, sehen besonders die Alpakas mit ihren niedlichen Köpfchen wie wuschelige Plüschtiere aus. Bella, das gerade mal fünf Monate alte Baby der Herde, würde man am liebsten gleich in den Arm nehmen. Aber ein Streichelzoo ist die kleine Herde ganz und gar nicht. „Geknuddelt werden, das mögen die Tiere gar nicht“, erläutert Marion Doum. „Kommt man ihnen zu nahe, dann weichen sie sehr elegant zur Seite.“ Menschen nähern sich die Tiere vorsichtig. Und wenn man Glück hat, dann kann man vielleicht mal ganz vorsichtig übers Fell streicheln.

Spaziergänge mit den Lamas und Alpakas sind dennoch eine schöne Sache, gerade für Familien mit Kindern, ist die 51-Jährige überzeugt. Die Tiere sind sanft und aufmerksam. Und wenn sie im Passgang gemächlich des Weges schaukeln, dann schaltet auch der Mensch, der das Halfter hält, einen Gang zurück. „Der Begleiter passt sich dem Tier an und nimmt auch seine Umwelt ganz anders wahr“, beobachtet Marion Doum. „Die Ruhe, die die Tiere ausstrahlen, überträgt sich.“ Nicht von ungefähr werden Lamas und Alpakas ja auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt.

Noch nie angespuckt

Aber läuft man nicht Gefahr, bei so einem Spaziergang mit so einem Lama angespuckt zu werden? „Gegenseitig spucken sich die Tiere an, wenn es darum geht, die Rangordnung zu klären“, erzählt Marion Doum. Menschen würden eigentlich nur mit dem stinkigen Mageninhalt beschossen, wenn die Tiere nicht artgerecht gehalten sind oder sich sehr belästigt oder bedrängt fühlen. „Wir sind noch nie angespuckt worden“, versichert die 51-Jährige.

Seit diesem Jahr haben die Doums auch Zuchthengste auf den Weiden. Und Marion Doum hofft sehr, dass im Sommer gleich vierfacher Nachwuchs auf dem Schellartshof zur Welt kommt.

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